Ylang Ylang Öl

Ylang Ylang Öl
Ylang-Ylang-Öl wird aus den Blüten des in Indonesien beheimateten Ylang-Ylang-Baumes gewonnen und gilt in vielen Ländern als Heilmittel. Der Herstellungsprozess des Öls ist wesentlich komplexer, als der anderer ätherischer Öle und je nach Dauer des Prozesses ändert sich auch der Duft des Öls. Er reicht von süß-blumig bis holzig. Ylang-Ylang-Öl ist eine der Grundduftnoten des weltbekannten Parfums Chanel Nr. 5.
Bezeichnung: Ylang Ylang
Botanischer Name: Cananga Odorata
Synonyme: Ylang Ylang Öl
Englischer Name: Ylang Ylang Oil
Ursprungsländer: Philippinen, Indonesien
Preis pro 10ml: ab 9,90€

Psychologische Wirkung

Ylang-Ylang-Öl ist in der Lage, die Ausschüttung diverser Hormone in unserem Körper zu beeinflussen. Hormone sind Stoffe, die direkt auf unsere Stimmung wirken. Eines der Hormone, das von Ylang-Ylang-Öl beeinflusst wird, ist das sogenannte Serotonin. Serotonin beeinflusst unseren Blutdruck und ist dafür verantwortlich, ob wir uns entspannt oder aufgewühlt fühlen. Ein Mangel an Serotonin führt zu innerer Unruhe, Nervosität und Depressionen. Ylang-Ylang-Öl fördert die Ausschüttung dieses Hormons und wirkt somit stark beruhigend auf unseren Geist. Ein weiteres Hormon, dessen Ausschüttung von Ylang-Ylang-Öl beeinflusst wird, ist das Enkephalin. Es ist ein körpereigenes Schmerzmittel, das mit Opiaten eng verwandt ist. Ein Mangel an Enkephalin führt zu Niedergeschlagenheit und stark gereizter Stimmung. Durch die erhöhte Enkephalinausschüttung steigt unser Selbstvertrauen und unsere Leistungsfähigkeit. Das wohl wichtigste Hormon, dessen Produktion vom Ylang-Ylang-Öl angeregt wird, ist das Endorphin. Es wird umgangssprachlich auch als ''Glückshormon'' bezeichnet. Ein zu niedriger Endorphinspiegel in unserem Blut bringt uns in eine negative Grundstimmung und kann Depressionen auslösen. Das Ylang-Ylang-Öl wirkt somit aufheiternd auf unser Gemüt.

Ylang-Ylang-Öl hat aber nicht nur Einfluss auf unseren Hormonhaushalt, sondern auch auf unsere Gedächtnisleistung. In ihrer Diplomarbeit aus dem Jahr 2008 (1) erwähnt Elisabeth Wurglits, dass Ylang-Ylang-Öl unsere Konzentrationsfähigkeit negativ beeinflussen kann. Außerdem wird dem Öl auch eine stark aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Es soll unseren Sexualtrieb verstärken und die Libido fördern.

Körperliche Wirkung

Ylang-Ylang-Öl hat nicht nur großen Einfluss auf unseren Geist, sondern es lässt sich auch gegen eine Vielzahl körperlicher Beschwerden einsetzen.

Ylang-Ylang-Öl gegen hohen Blutdruck

Wie bereits erwähnt, beeinflusst Ylang-Ylang-Öl die Serotoninausschüttung in unserem Körper. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf unsere Stimmung, sondern beeinflusst auch unseren Blutdruck. Denn Serotonin ist in unserem Körper für die Spannung der Blutgefäßwände verantwortlich. Mit der Änderung der Gefäßwandspannung ändert sich auch der Druck innerhalb der Kapillaren. Serotonin bewirkt eine Entspannung der Gefäßwandspannung, wodurch der Blutdruck sinkt. Aus dieser Wirkung des Ylang-Ylang-Öls ergibt sich auch seine Verwendung gegen Tachykardie. Unter diesem Begriff versteht man den anhaltenden hohen Blutdruck mit einem Wert von über 100 Schlägen pro Minute

Ylang-Ylang-Öl gegen Menstruationsbeschwerden

Eine der bekanntesten Wirkungen des  Ylang-Ylang-Öl ist sicherlich jene gegen die allmonatlichen Menstruationsbeschwerden. Ylang-Ylang-Öl wirkt sehr stark krampflösend, wodurch die Krämpfe im Unterbauch während der Periode gemildert werden. Auch beim prämenstruellen Syndrom kann das Öl zum Einsatz gebracht werden
 

Ylang-Ylang-Öl zur Pflege unserer Haut

Als besonders erfolgreich hat sich die Behandlung diverser Hautprobleme mit Ylang-Ylang-Öl herausgestellt. Ylang-Ylang-Öl ist in der Lage, die Fettproduktion in den Talgdrüsen unserer Haut zu regulieren. Es hilft also bei zu fettiger und zu trockener Haut gleichermaßen. Bei übermäßiger Talgproduktion senkt das Ylang-Ylang-Öl diese, bei zu geringer Produktion werden die Talgdrüsen angeregt. Außerdem hat das Öl eine starke antibakterielle Wirkung. Dadurch wirkt es sehr gut bei entzündlichen Hautproblemen, wie Pickel.
 

Ylang-Ylang-Öl gegen Fusspilz

Dem Ylang-Ylang-Öl wird eine starke antimykotische Wirkung zugeschrieben. Es wirkt also gegen jede Art von Haut-, Fuß- und Nagelpilz. Der genaue Mechanismus, wie das Öl gegen Pilze wirkt, ist bis dato noch nicht bekannt. Wird das Öl direkt auf Fuß- oder Nagelpilz aufgetropft, so stirbt der Pilz innerhalb weniger Tage ab.

Ylang-Ylang-Öl gegen Krämpfe

Ylang-Ylang-Öl wirkt sehr stark krampflösend. Dies kann ausgenutzt werden um Muskelkrämpfe zu behandeln. Es hilft aber auch bei starken Bauchkrämpfen.

Anwendung

Ylang-Ylang-Öl ist eines der wenigen ätherischen Öle, das auf die menschliche Haut nicht reizend wirkt. Das Öl kann deshalb auch für die äußere Anwendung in seiner reinen Form verwendet werden. Wenn sie das Öl nicht pur auftragen wollen, können Sie es in beliebiger Menge mit einer handelsüblichen Pflegecreme mischen. Sollten Sie das Öl als reines Duftöl verwenden wollen, können Sie es ganz einfach in einem Diffusor oder einer Duftlampe erhitzen. Für die innere Anwendung sollten Sie das Öl zusammen mit etwas Honig einnehmen, da es leicht bitter schmeckt.

Herstellung und Inhaltsstoffe von Ylang-Ylang-Öl

Ylang-Ylang-Öl wird mittels fraktionierter Destillation aus den Blüten des Ylang-Ylang-Baumes gewonnen. Die fraktionierte Destillation liefert 2 Öle unterschiedlicher Qualität und mit verschiedenen Gerüchen. Um 1l reines Öl zu gewinnen werden ca. 50 kg Blüten benötigt. Für die Ölgewinnung ist es sehr wichtig, dass die Blüten noch vor Sonnenaufgang geerntet werden, da zu diesem Zeitpunkt der Ölgehalt in den Blüten am höchsten ist. Die erste Fraktion mit Superior Qualität riecht blumig-süss. Ihre Inhaltsstoffe sind:

  • p-Kresymethylether (5–16 %)
  • Methylbenzoat (4–9 %)
  • (−)-Linalool (7–24 %)
  • Benylacetat (5,5–17,5 %)  
  • Geranylacetat (2,5–14 %)

Die zweite Fraktion hat einen süss-holzigen Geruch. Ihre Inhaltsstoffe sind:

  • Caryophylen
  • Germacren
  • (E,E)-α-Farnesen

Botanik

Der Ylang-Ylang-Baum war ursprünglich vor allem in Indonesien und auf den Philippinen beheimatet. Aufgrund menschlicher Kultivierung ist er heute jedoch rund um den Äquator beheimatet. Der Ylang-Ylang-Baum erreicht Wuchshöhen von bis zu 27 m. Die Blüten des Baumes riechen streng süßlich. Die Blütenhüllblätter sind ca. 6 cm lang und grün-gelblich gefärbt.

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Das echte Johanniskraut ist eine Pflanze aus der Gattung der Johanniskräuter. Das Johanniskraut ist bei uns besonders in großen Höhenlagen häufig anzutreffen. Sein Öl hat vielfältige medizinische Anwendungen.

Kurkumaöl

Kurkumaöl wird aus der Wurzelknolle des Kurkumastrauchs (Curcuma longa) gewonnen. Kurkuma ist zum Beispiel Bestandteil von Curry und für dessen gelbe Farbe verantwortlich. Das Öl des Kurkumastrauches hat vielfältige medizinische Wirkungen und ist Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte.

Lavendelöl

Der Lavendel ist eine Pflanze aus der Gattung der Lippblütler, der heute vor allem zur Gewinnung von Aromastoffen dient. Es gibt 3 Arten von Lavendel, aus denen jeweils Lavendelöl unterschiedlicher Qualität gewonnen wird. Echter Lavendel (Lavandula Angustifolia), Speik-Lavendel (Lavandula latifolia) und der Lavandin (Lavandula hybrida).

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Die Melisse stellt heute ein sehr beliebtes Kraut in der Heilkunde sowie in der Küche dar und Ihr Öl hat vielfältige positive Auswirkungen auf unsere Psyche und unseren Körper. Der Duft des Melissenöls erinnert stark an Pfefferminte und Zitrone.

Niaouliöl

Niaouliöl wird aus der Myrtenheide (Melaleuca quinquenervia) gewonnen. İhr ursprüngliches Verbreitunsgebiet erstreckt sich von Neuseeland bis nach Neukaledonien. Das Öl wirkt entzündungshemmend und ist allgemein sehr gut für die menschliche Haut; z. B. wird es in diversen Kosmetikprodukten, welche gegen Falten helfen sollen, eingesetzt.

Orangenöl

Orangenöl wird aus der gemeinen Orange (Citrus × sinensis) gewonnen, einem immergrünen Baum, dessen Verbreitungsgebiet sich mittlerweile über die ganze Welt erstreckt. Man unterscheidet 2 Arten von Orangenöl, das bittere Orangenöl aus Citrus sinensis und das süße Orangenöl aus Citrus aurantium.

Oreganoöl

Oregano ist mit seinem typisch würzig-aromatischen Duft den meisten nur als Gewürz in der Küche bekannt. Jedoch hat Oregano besonders gut wirkende Heileigenschaften welche breits seit der Antike bekannt und genutzt wurden.

Teebaumöl

Das Teebaumöl stammt vom australischen Teebaum (Melaleuca antifolia), einem Baum aus der Familie der Myrtengewächse, der ausschließlich in Australien vorkommt. Teebaumöl wird wegen seiner biologisch aktiven Inhaltsstoffe in vielen medizinischen und kosmetischen Produkten verwendet. Der Duft des Teebaumöls ist sehr würzig.

Vanilleöl

Vanilleöl wird aus der Vanilleschote gewonnen. Sein Duft ist typisch süßlich und einer der am weitverbreitetsten Düfte überhaupt. Vanilleöl wird nicht nur als Duftgeber in den verschiedensten Produkten verarbeitet, sondern findet auch breite medizinische Verwendung.Vanillin eignet sich jedoch nicht zur Behandlung von gesundheitlichen Problemen.

Zitronengrasöl

Das Öl des Zitronengrases wird mittels Vakuumdestillation gewonnen. Dafür wird das Zitronengras ausgekocht und der erhaltene Sud unter Vakuum destilliert. Es findet Verwendung im medizinischen und aromatherapeutischen Bereich und ist aufgrund seines intensiven Zitrusduftes und diverser biologisch aktiver Inhaltsstoffe sehr beliebt.

Zypressenöl

Das ‘Oleum cupressi’ wird aus der gemeinen Zypresse (Cupressus) gewonnen. Sein Duft ist würzig bis harzig. Die Zypresse galt sehr lange als heiliger Baum, der bereits im Altertum mit der Überwindung von Trauer und Tod in Verbindung gebracht wurde.