Chinesisches Reisblumenöl

Chinesisches Reisblumenöl
Die chinesische Reisblume (Aglaia odorata) ist ein Gewächs aus der Familie der Mahagoniegewächse (Meliaceae), deren Verbreitungsgebiet sich von Südostasien bis ins nördliche Australien erstreckt. Der Duft des Öls der Chinesischen Reisblume wird als fein blumig, nach Tee und Heuwiesen riechend beschrieben.
Bezeichnung: Chinesische Reisblume
Botanischer Name: Aglaia odorata
Synonyme: Chinesische Parfümpflanze
Englischer Name: Chinese Riceflower
Ursprungsländer: China
Preis pro 10ml: ab € 2,40

Psychische Wirkung

Der Duft des Öls der chinesischen Reisblume ist in der Lage, unseren Hormonhaushalt direkt zu beeinflussen. Er wirkt anregend auf die Serotonin-, Enkephalin- und Endorphinproduktion. Serotonin und Endorphin, auch als Glückshormone bezeichnet, erfüllen im menschlichen Körper die unterschiedlichsten Aufgaben. Sie sind zum Beispiel für die Regulation des Blutdrucks verantwortlich. Im Verdauungssystem steuern sie die Kontraktion bzw. Relaxion von Darm und Magen und im Auge ist Serotonin verantwortlich für den Augeninnendruck. Die wohl wichtigsten Auswirkungen der Glückshormone sind jene auf das Zentralnervensystem, sie sind verantwortlich für unsere Stimmung. Wird nicht genügend Serotonin bzw. Endorphin gebildet, sind die Folgen Nervosität, innere Unruhe, Depression, nervöse Magen-, Darmbeschwerden oder Schlaflosigkeit.

Enkephalin ist ein Hormon aus der Klasse der Opioide. Opioide sind eng verwandt mit den allgemein als Schmerzmitteln bekannten Opiaten. Enkephalin ist sozusagen ein vom menschlichen Körper selbst produziertes Schmerzmittel, das unser Wohlbefinden reguliert. Ein zu geringer Enkephalinspiegel kann melancholische Stimmungen und einen Mangel an Selbstvertrauen zur Folge haben.
 
Der Duft des Öls der chinesischen Reisblume wirkt auf uns allgemein ausgleichend, belebend und gleichzeitig beruhigend.

Körperliche Wirkung

Die chinesische Reisblume reguliert im menschlichen Körper die Histaminausschüttung. Man kennt Histamin allgemein als Allergen, das unter anderem im Rotwein enthalten ist. Im menschlichen Körper ist Histamin für Schmerzempfinden, Juckreiz und Entzündungsreaktionen verantwortlich. Die chinesische Reisblume wirkt deshalb sehr gut bei Allergien, da sie die Reaktion des Körpers auf Allergene abschwächt. Das Öl der chinesischen Reisblume hat auch entzündungshemmende und antivirale Komponenten, was dazu führt, dass es bei Erkältung und Grippe in der Lage ist die Symptome abzuschwächen.
Wegen seiner antiseptischen und antibakteriellen Wirkung hilft das Öl der chinesischen Reisblume auch exzellent gegen Akne und fettige Haut. Dem Öl der chinesischen Reisblume wird auch nachgesagt gegen Faltenbildung zu wirken. Diese Wirkung konnte bis heute jedoch nicht wissenschaftlich bewiesen werden, wird jedoch erforscht.

Anwendung

Aufgrund des harmonisierenden Duftes des Öls der chinesischen Reisblume findet es heute in vielen kosmetischen Produkten Verwendung. Vor allem in Shampoos und Seifen kommt es zum Einsatz, da das Öl der chinesische Reisblume unser Hautbild verbessert und äußerst gut auf unsere Haarstruktur wirkt. Des weiteren kann das Öl der chinesischen Reisblume klassisch als Duftöl verwendet werden.

Traditionelle Anwendungen
In ihrem südostasiatischen Ursprungsgebiet werden alle Teile der chinesischen Reisblume als Heilmittel verwendet. Ihre Wurzeln werden zusammen mit Wasser gekocht und der Sud als Appetitanreger benutzt. Auf den Philippinen verwendet man Wurzeln und Blätter als allgemeines Stärkungsmittel. Die getrockneten Blüten werden verwendet um Fieber zu senken und um Geschwüre im Mundraum zu behandeln. In China wird ein Sud aus den getrockneten Zweigen verwendet, um rheumatische Schmerzen, Vergiftungen und Prellungen zu behandeln.

Chemische Zusammensetzung

Der Hauptbestandteil des Öls ist der Jasmonsäuremethylester. Er ist die duftgebende Komponente im Öl der chinesischen Reisblume und auch Hauptbestandteil im Jasminöl. Der Jasmonsäuremethylester ist in der Pflanze für die Wachstumsinhibition verantwortlich und dient der Pflanze als Abwehrstoff gegen Pflanzenfresser, da sein Duft von den meisten Pflanzenfressern als abstoßend empfunden wird Außerdem sind im Öl der chinesischen Reisblume noch eine Vielzahl von sogenannten Sesquiterpenen enthalten. Sesquiterpene spielen bei der Zellreparatur eine große Rolle. Sie sind dafür verantwortlich dass das Öl der chinesischen Reisblume unser Haar geschmeidig werden lässt. Die Sesquiterpene lagern sich dabei in die beschädigten Strukturen im Haar ein und reparieren diese.

Ein weiterer wichtiger Stoff im Öl der chinesischen Reisblume ist das Cumarin. Wegen seines vanilleähnlichen Geschmacks wird Cumarin in der Lebensmittelindustrie heute als Ersatzstoff für die echte Vanille verwendet. İnnerhalb der EU ist seine Verwendung als Geschmackstoff jedoch eingeschränkt, da eine Überdosierung zu Erbrechen, Schlafsucht und Schwindel führen kann.
 
Außerdem sind im Öl der chinesischen Reispflanze diverse Phenole, Monoterpene, und Diterpene enthalten.

Herstellung

Das Öl der chinesischen Reisblume wird mittels chemischer Extraktion gewonnen. Als Lösemittel wird dafür meistens n-Hexan verwendet. 
 
Das Öl der chinesischen Reisblume sollte stets trocken, dunkel und außerhalb der Reichweite von Kindern gelagert werden. Das Öl ist bekannt dafür, sehr nebenwirkungsarm zu sein. Es ist im Gegensatz zu anderen ätherischen Ölen nur gering reizend für unsere Haut, kann jedoch bei hoher oraler Einnahme zu Schwindel und Erbrechen führen. 

Botanik

Die chinesische Reisblume ist eine immergrüne Pflanze, die eine Wuchshöhe von 2 bis 40 m erreicht, abhängig von ihrem Standort. Alle Teile der Pflanze besitzen biologisch Aktive Inhaltsstoffe und werden in ihrem Ursprungsgebiet seit jeher als Heilpflanze verwendet. Die Pflanze bevorzugt aufgrund ihres tropischen Ursprungs warme Temperaturen ab 15 Grad und benötigt für ein gutes Wachstum hohe Bodenfeuchte. Die Blüten der chinesischen Reisblume sind ca. 5 mm groß, weiß und blühen in mehreren Schüben. Während ihrer Blütezeit versprüht die Pflanze einen intensiven, citrusähnlichen Duft, was ihr zu ihrem lat. Namen ''Aglaia odorata'', die Wohlriechende, verholfen hat.

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