Oreganoöl

Oreganoöl
Oreganoöl ist seit jeher als intensiv wirkendes Heilmittel bekannt. Bereits seit der Antike wird es gegen die unterschiedlichsten gesundheitlichen Probleme eingesetzt. Heutzutage ist es Gegenstand zahlreicher Forschungen und hat seinen Einzug auch in die Küche gefunden. Sein Duft ist typisch würzig und aromatisch.
Bezeichnung: Oregano
Botanischer Name: Origanum vulgare
Synonyme: Dost, Wilder Majoran, Origanum vulgare
Englischer Name: Oregano oil
Ursprungsländer: Mittelmeerregion
Preis pro 10ml: ab 4,95 €

Innere Wirkung

Oregano ist nicht nur ein sehr beliebtes Gewürz, sein Öl lässt sich wegen seiner vielen Inhaltsstoffe  auch gegen die verschiedensten gesundheitlichen Beschwerden einsetzen. Dabei sind viele Inhaltsstoffe des Öls bisher noch gar nicht erforscht, aber dennoch Gegenstand klinischer Forschung. Die bisher bekannten Stoffe sollen bei folgenden Beschwerden sehr gute Behandlungserfolge erzielen:

Oreganoöl gegen Krebs

Oreganoöl wird im Moment in klinischen Studien auf seine Wirkung gegen Krebs getestet. Ersten Forschungsergebnissen zufolge hemmt es das Wachstum von Krebstumoren indem es die Zellen an ihrer Teilung hindert. Das Öl soll aber nicht nur gegen den Krebs direkt wirken, sondern es soll auch dazu in der Lage sein, die Nebenwirkungen der Chemotherapie abzuschwächen. Der genaue Mechanismus, wie Oregano Krebs bekämpft, wurde in einer Studie untersucht, die 2014 in Brasilien publiziert wurde.  Laut einer anderen Studie soll Oreganoöl nicht nur gegen Krebs helfen, sondern auch bei diversen Lungenschäden wirksam sein.

Oregano gegen Lungenentzündung

Aufgrund seiner starken entzündungshemmenden Wirkung kann das Oreganoöl gegen fast jedes Problem in unserem Körper angewendet werden, das auf einer Entzündung beruht. Auch bei der sehr gefährlichen Lungenentzündung kann Oreganoöl dienlich sein. Es sollte jedoch auf keinen Fall eine Eigenmedikation mit dem Öl durchgeführt werden. Lungenentzündungen können lebensgefährlich werden. Deshalb ist unbedingt ein Arzt zu konsultieren.

Oreganoöl gegen Beschwerden des Magen-/Darmtraktes

Oreganoöl wirkt stark durchblutungsfördernd, antibakteriell und antiviral. Durch die verstärkte Durchblutung der Magenwand wird diese angeregt, mehr Magensaft zu produzieren. Dadurch kann man die verdauungsfördernde Wirkung des Oregano erklären. Durch den vermehrten Magensaft kann schwer verdauliche Nahrung besser verdaut werden. Dadurch hilft das Öl Magenschwäche auszugleichen und wirkt magenstärkend.

Oreganoöl gegen Bakterien

Bereits im Altertum wurde Oregano altem bzw. schmutzigem Wasser zugesetzt, um es wieder genießbar zu machen. Auch Seefahrer haben ihre Wasservorräte sehr oft mit Oregano versetzt, um sie so länger haltbar zu machen. Oreganoöl wird gerade in Bezug auf die hartnäckige Krankheit MRSA untersucht. Darunter versteht man Bakterienstämme, die eine gewisse Resistenz gegenüber herkömmlichen Antibiotika entwickelt haben. Solche Bakterienstämme, wie etwa staphylococcus aureus, sind in Krankenhäusern entstanden, in denen Ärzte zu exzensiv Antibiotika verschrieben haben. Betroffene leiden zum Beispiel an offenen Wunden, die nicht heilen. Eine Behandlung mit Oreganoöl führt häufig zu einer Abheilung solcher Wunden. In einer klinischen Untersuchung konnte diese Wirkung belegt werden. Der genaue Wirkmechanismus ist jedoch bis heute unbekannt.
Aufgrund seiner starken antibiotischen Wirkung kann das Öl auch noch gegen andere infektiöse Probleme eingesetzt werden. Besonders bei Atemwegs- und Ohreninfektionen hat sich das Öl als gute Behandlungsmethode herausgestellt. Die Wirkung von Oreganoöl in Bezug auf Atemwegsinfektionen wurde ebenfalls in einer Studie (4) nachgewiesen.

Oreganoöl gegen Parasiten

Origanoöl vermag es nicht nur Bakterien wirksam zu bekämpfen, man hat auch herausgefunden, dass es gut gegen größere Parasiten wirkt, die den menschlichen Körper bewohnen. Solche Bakterien sind häufig im Darm zu finden. Meistens gelangen sie durch nicht gewaschenes Obst oder Gemüse in unseren Verdauungstrakt, wo sie erhebliche gesundheitliche Probleme auslösen können. Betroffene nehmen zum Beispiel oft sehr stark ab. Am bekanntesten ist sicherlich der Bandwurm der bis zu 23 m lang werden kann. Das Oreganoöl hindert diese Organismen an der Nahrungsaufnahme und zwingt sie somit unseren Körper zu verlassen oder abzusterben.

Oreganoöl zur Blutverdünnung

Oreganoöl hat eine starke blutverdünnende Wirkung. Dies ist vor allem für Menschen mit Herz-/ Kreislaufproblemen von Vorteil oder auch für Menschen, die auf blutverdünnende Medikamente angewiesen sind. Oreganoöl kann und sollte den Effekt dieser Medikamente zwar nicht ersetzen, es wirkt jedoch sehr gut unterstützend. Menschen, die an zu viskosem, also nicht-zähflüssigem Blut leiden, sollten vor der Verwendung von Oreganoöl einen Arzt konsultieren.

Äussere Wirkung

Oreganoöl bei Problemen im Mundraum

Oreganoöl wirkt sehr stark schmerzstillend und entzündungshemmend. Diese Eigenschaften machen es zu einem exzellenten Mittel gegen diverse Beschwerden im Mund. Sollten Sie zum Beispiel unter entzündetem Zahnfleisch leiden, so kann Oreganoöl dem Abhilfe schaffen. Das Öl hemmt die Produktion diverse Enzyme, die für die Entstehung der Entzündung verantwortlich sind. Wegen des hohen Gehaltes an p-Cymol lässt sich das Öl auch sehr gut bei leichten Zahnschmerzen anwenden, da p-Cymol einer der stärksten schmerzstillenden Stoffe in der Natur ist.

Oreganoöl gegen Herpes

Oreganoöl wirkt nicht nur sehr gut gegen Bakterien, sondern es kann auch gegen die verschiedensten Viruserkrankungen eingesetzt werden. Einer der lästigsten Viruserkrankungen ist zweifellos Herpes simplex. In einer Studie konnte belegt werden, dass Origanoöl sehr gut dazu in der Lage ist, den Herpesvirus lokal zu bekämpfen. Es kann den Virus zwar nicht dauerhaft aus dem Körper vertreiben, aber lokal auf Herpesbläschen aufgetragen, verschwinden diese sehr schnell wieder.
 

Orgenaoöl gegen Akne

Wegen seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung kann das Oreganoöl auch gegen entzündliche Hautprobleme, wie Akne und Pickel eingesetzt werden. Es bekämpft die entzündungs-auslösenden Bakterien und die Entzündung an sich im gleichen Maße. Aber das Öl tötet nicht nur Bakterien, sondern es kann auch zur Bekämpfung von Hautparasiten verwendet werden.  Zum beispiel Läuse und Milben sind nicht nur lästig, sie können unter Umständen auch schwere Krankheiten übertragen. Das Humanopapilovius (HPV) zum Beispiel. Dieses Virus ist für die sogenannte Hirnhautentzündung verantwortlich. Durch die Bekämpfung der Parasiten wird auch die Verbreitung dieser Krankheiten unterbunden.
 

Oreganoöl gegen Mandelentzündung

Mandelentzündungen treten häufig im Kindesalter auf und erfordern oft die operative Entfernung der entzündeten Mandeln. Mit Oreganoöl können die entzündeten Stellen sehr gut behandelt werden, so dass auf eine operative Entfernung der Mandeln unter Umständen verzichtet werden kann.
 

Oreganoöl gegen Haut-, Fuss- und Nagelpilz

Einige der stärksten Wirkungen des Oreganoöls ist sicher die gegen Pilzinfektionen. Besonders gut wirkt es dabei gegen Candida albicans, einen der weitverbreitetsten parasitär lebenden Pilze. Forscher konnten belegen, dass der Pilzbefall bereits 72 Stunden nach der Behandlung mit Oreganoöl zu 100 % abgeklungen ist. Diese Wirkung konnte in einer Studie belegt werden, die im ‘Egyptian Journal of Biochemistry and Molecular Biology’ publiziert worden ist.
 

Nebenwirkungen

Oreganoöl hat einige wenige Nebenwirkungen, die zu beachten sind. Das Öl wurde früher dazu verwendet, um Geburten einzuleiten. Sollten Sie also schwanger sein, ist es ratsam, auf Oreganoöl zu verzichten, da das Öl unter Umständen Wehen auslösen kann. Wie viele andere Gewächse aus der Klasse der Lippenblütler kann das Oreganoöl auch Allergien auslösen. Diese äußern sich zum Beispiel durch Hautausschlag, Schwellungen, Atemnot und starken Juckreiz. Sollte die Anwendung von Oreganoöl bei ihnen zu allergischen Reaktionen führen, konsultieren sie bitte umgehend einen Arzt. Das Öl sollte auch immer nur als Kur über eine Dauer von maximal 6 Wochen verwendet werden, da es die Aufnahme von Eisen hemmt.
 

Anwendung

Oreganoöl  hat auf unsere Haut eine stark reizende Wirkung, weshalb Sie es niemals in purer Form auftragen sollten. Verdünnen Sie das Öl mit einem geeigneten Trägeröl, wie zum Beispiel Distel- oder Aprikosenöl und tragen Sie das Gemisch anschließend auf. Wenn Sie Oreganoöl inhalativ einnehmen wollen, so geben Sie 10 Tropfen des Öls in mindestens 80 Grad heißes Wasser. Die Temperatur ist deshalb so wichtig, weil die wichtigen Inhaltsstoffe des Öls erst ab dieser Temperatur verdampfen.  Während Sie das Oreganoöl inhalieren, sollten Sie ein Geschirrtuch über ihren Kopf legen, um die Dämpfe besser einatmen zu können. Achten Sie während der Inhalation stets darauf, die Augen geschlossen zu halten, um einer möglichen Reizwirkung vorzubeugen. Das Oreganoöl eignet sich auch hervorragend dafür, Ihren Speisen das gewisse Etwas zu geben. Dafür können Sie das Öl in beliebiger Menge verwenden. Sollten sie Oreganoöl gegen Probleme im Mundraum benutzen wollen, so können Sie 3-4 Tropfen davon in warmes Wasser geben und dieses Gemisch zum Gurgeln und Spülen verwenden. Für die innerliche Anwendung stehen in der Apotheke diverse mit Oreganoöl versetzte Präparate zur Verfügung. Alternativ können sie das Öl auch mit einem Fruchtsaft mischen.

Herstellung von Oreganoöl

Oreganoöl wird klassisch mittels Wasserdampfdestillation gewonnen. Man benötigt für die Gewinnung von 1l Öl über 50 kg Oregano.

Oreganoöl selbst herstellen

Oreganoöl kann jedoch sehr gut auch zu Hause hergestellt werden. Sie benötigen dafür lediglich reinen Alkohol, ein Einmachglas und genügend Oregano. Geben Sie die Pflanze zusammen mit dem Alkohol in das Einmachglas und stellen Sie dieses für 3 Wochen an einen warmen Ort. Nach drei Wochen hat der Alkohol das ganze Öl aus dem Oregano aufgenommen. Sie können die Flüssigkeit nun in eine Schüssel überführen und warten bis der Alkohol vollständig verdampft ist. Der Rückstand ist ihr selbst hergestelltes Oreganoöl. Beachten sie allerdings, dass dieses Öl nicht dieselben therapeutischen Wirkungen besitzt, wie klassisch hergestelltes Oreganoöl.

Chemische Zusammensetzung


Die wichtigsten biologisch aktiven Inhaltsstoffe im Origanoöl sind:


  • Thymol
  • Carvacrol
  • P-Cymol

Geschichte

Der Name ''Oregano'' kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet soviel wie ''Erfrischung der Berge''. Besonders in den Ländern rund um das Mittelmeer ist Oregano ist bereits seit dem Altertum ein beliebtes Gewürz und eine vielseitig eingesetzte Heilpflanze. Bei den alten Römern wurde Oregano oft auch als Räucherwerk verwendet. Die Pflanze ist neben Mozzarella und Tomatenmark einer der 3 Bestandteile der berühmten ‘Pizza Margherita’. Dieses Gericht wurde für die Königin Margareta kreiert und spiegelt die Farben der italienischen Flagge, auch Tricolore genannt, wider. Im Mittelalter war Oregano als wichtige Hexenabwehrpflanze in ganz Europa verbreitet. Für diesen Zweck vergrub man kleine Oreganosträucher vor der Eingangstür des Hauses, das es zu schützen galt. Man glaubte, dass Hexen so nicht über die Schwelle treten könnten.

Botanik

Oregano ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20-70 cm erreicht. Sein Ursprungsgebiet ist rund ums Mittelmeer, wobei er heute jedoch weltweit angepflanzt wird. In gemäßigten Klimazonen ist Oregano winterhart. Er ist außerdem bekannt dafür, Bienen anzulocken, da er einen Nektar produziert, der bis zu 75 % aus Zucker besteht. Aufgrund dieser Eigenschaft wird Oregnano auch auf Plantagen anderer Kulturpflanzen angepflanzt. Aufgrund des weltweiten Bienensterbens herrscht in der Landwirtschaft ein Mangel an den fleissigen Bestäubern und deshalb wird Oregano verwendet, um die Tierchen auf die Felder zu locken. Seine Blütezeit reicht von Mai bis August.
 

Kultivierung

Oregano wird heute weltweit in gemäßigten Klimazonen angebaut. Natürliche Populationen findet man jedoch nur in Europa. Die Pflanze bevorzugt halbtrockene, stark kalkhaltige Böden. Zur Verarbeitung des Oreganos verwendet man hauptsächlich die Blätter und Stängel. Oregano kann ganzjährig geerntet werden. Dafür werden die Stengel einige Zentimeter oberhalb des Bodens abgeschnitten und zum Trocknen an einen dunklen Ort gelegt. Vermehrt wird die Pflanze hauptsächlich über Setzlinge, da die Keimdauer der winzigen Samen über 2 Monate beträgt.

Weitere verwandte Öle

Johanniskrautöl

Das echte Johanniskraut ist eine Pflanze aus der Gattung der Johanniskräuter. Das Johanniskraut ist bei uns besonders in großen Höhenlagen häufig anzutreffen. Sein Öl hat vielfältige medizinische Anwendungen.

Kurkumaöl

Kurkumaöl wird aus der Wurzelknolle des Kurkumastrauchs (Curcuma longa) gewonnen. Kurkuma ist zum Beispiel Bestandteil von Curry und für dessen gelbe Farbe verantwortlich. Das Öl des Kurkumastrauches hat vielfältige medizinische Wirkungen und ist Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte.

Lavendelöl

Der Lavendel ist eine Pflanze aus der Gattung der Lippblütler, der heute vor allem zur Gewinnung von Aromastoffen dient. Es gibt 3 Arten von Lavendel, aus denen jeweils Lavendelöl unterschiedlicher Qualität gewonnen wird. Echter Lavendel (Lavandula Angustifolia), Speik-Lavendel (Lavandula latifolia) und der Lavandin (Lavandula hybrida).

Melissenöl

Die Melisse stellt heute ein sehr beliebtes Kraut in der Heilkunde sowie in der Küche dar und Ihr Öl hat vielfältige positive Auswirkungen auf unsere Psyche und unseren Körper. Der Duft des Melissenöls erinnert stark an Pfefferminte und Zitrone.

Niaouliöl

Niaouliöl wird aus der Myrtenheide (Melaleuca quinquenervia) gewonnen. İhr ursprüngliches Verbreitunsgebiet erstreckt sich von Neuseeland bis nach Neukaledonien. Das Öl wirkt entzündungshemmend und ist allgemein sehr gut für die menschliche Haut; z. B. wird es in diversen Kosmetikprodukten, welche gegen Falten helfen sollen, eingesetzt.

Orangenöl

Orangenöl wird aus der gemeinen Orange (Citrus × sinensis) gewonnen, einem immergrünen Baum, dessen Verbreitungsgebiet sich mittlerweile über die ganze Welt erstreckt. Man unterscheidet 2 Arten von Orangenöl, das bittere Orangenöl aus Citrus sinensis und das süße Orangenöl aus Citrus aurantium.

Teebaumöl

Das Teebaumöl stammt vom australischen Teebaum (Melaleuca antifolia), einem Baum aus der Familie der Myrtengewächse, der ausschließlich in Australien vorkommt. Teebaumöl wird wegen seiner biologisch aktiven Inhaltsstoffe in vielen medizinischen und kosmetischen Produkten verwendet. Der Duft des Teebaumöls ist sehr würzig.

Vanilleöl

Vanilleöl wird aus der Vanilleschote gewonnen. Sein Duft ist typisch süßlich und einer der am weitverbreitetsten Düfte überhaupt. Vanilleöl wird nicht nur als Duftgeber in den verschiedensten Produkten verarbeitet, sondern findet auch breite medizinische Verwendung.Vanillin eignet sich jedoch nicht zur Behandlung von gesundheitlichen Problemen.

Zitronengrasöl

Das Öl des Zitronengrases wird mittels Vakuumdestillation gewonnen. Dafür wird das Zitronengras ausgekocht und der erhaltene Sud unter Vakuum destilliert. Es findet Verwendung im medizinischen und aromatherapeutischen Bereich und ist aufgrund seines intensiven Zitrusduftes und diverser biologisch aktiver Inhaltsstoffe sehr beliebt.

Zypressenöl

Das ‘Oleum cupressi’ wird aus der gemeinen Zypresse (Cupressus) gewonnen. Sein Duft ist würzig bis harzig. Die Zypresse galt sehr lange als heiliger Baum, der bereits im Altertum mit der Überwindung von Trauer und Tod in Verbindung gebracht wurde.
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