Patchouli

Patchouli
Patchouli ist ein sehr intensiv und vor allem markant duftendes ätherisches Öl, dessen Duft sehr individuell wahrgenommen wird und nicht bei allen Menschen positive Empfindungen auslöst. Seine Beschreibungen reichen von ‘würzig’ bis ‘aufdringlich’. 
Bezeichnung: Patchouli
Botanischer Name: Pogostemon cablin
Synonyme: Patchouly, Patschuli, Patchuli
Englischer Name: Patchouli
Ursprungsländer: Asien ( China, Indonesia, Cambodia, Myanmar, India, Maldives, Malaysia, Mauritius, Seychelles, Madagascar, Taiwan, Philippines, Thailand, Vietnam, South America and the Caribbean.)
Preis pro 10ml: ab 3,99€

Wirkung von Patchouli

Patchouli wirkt hautpflegend und gegen Akne

Allgemein gesehen hat Patchouli sehr viele hautpflegende Effekte und seine Wirkung auf unsere Haut ist entsprechend breit gefächert. Patchouli wirkt zum Beispiel feuchtigkeitsspendend, was uns bei zu trockener oder rissiger Haut zugute kommt. Ein weiterer von Patchouli ist seine adstringierende Wirkung. Sollten Sie zum Beispiel unter Cellulite leiden, so kann diese adstringierende Wirkung von Patchouli dem sehr gut entgegenwirken. 
 
Besonders interessant ist die Wirkung von Patchouli gegen Akne. Hier greifen gleich 2 verschiedene Wirkmechanismen des Öls. Es wirkt zum einen stark antibakteriell, was unseren Körper dabei unterstützt, eindringende Bakterien zu bekämpfen und zum anderen extrem entzündungshemmend. Dieser Effekt bekämpft die durch Akne auftretenden Entzündungen direkt.

Patchouli wirkt antifungal (pilztötend) auf Hautpilze

Patchouli hat eine stark ausgeprägte antifungale Wirkung. Das hilft uns, wenn wir an Nagel- oder Hautpilzen leiden. Vor allem unsere Füße sind sehr oft von Hautpilzen betroffen, denn das feuchtwarme Klima in unseren Schuhen bietet dem Hautpilz ideale Wachstumsbedingungen. Die Folge ist ein oft sehr unangenehm riechender Schweißgeruch. Die genauen Mechanismen, wie Patchouli gegen Pilze wirkt, wurden vor Kurzem in einer Studie untersucht. 
 
Das Öl hilft uns aber nicht nur bei Hautpilz, es wirkt auch gegen Nagelpilz. Die Folge von Pilzen, die unsere Nägel befallen, sind unschöne Veränderungen der Nagelstruktur, die bis zum Verlust des gesamten Nagels gehen können. Mit Patchouli kann man einem solchen Pilzbefall wirksam entgegenwirken. 
 

Patchouli zur Förderung der Wundheilung bei offenen Wunden

Patchouli wirkt hochgradig antibakteriell. Dieser Effekt des Öls ist sehr hilfreich, um die Wundheilung zu fördern. Offene Wunden sind stets der Gefahr ausgesetzt, sich mit Bakterien zu infizieren. DIeser Gefahr kann man mit Pachouli sehr gut entgegenwirken. Die antimikrobielle Wirkung von Patchouli wurde vor Kurzem in einer Studie untersucht. Dabei wurde die Wirkung des ätherischen Öls aus drei verschiedenen Patchouliarten getestet und man konnte feststellen, dass alle 3 Öle herausragende antibakterielle Wirkweisen haben und somit alle 3 zur Behandlung offener Wunden benutzt werden können. 

Patchouli gegen MRSA 

Die antibakterielle Wirkung von Patchouli ist so stark ausgeprägt, dass sie von Wissenschaftlern auch dafür in Betracht gezogen wird, um MRSA zu behandeln. MRSA, auch Multi-Resistente-Staphylococcus-Aureus genannt, ist eine Krankheit, die es erst seit Kurzem gibt. Sie ist im Zuge der Nutzung von modernen Antibiotika entstanden. Bakterien haben gegen eine große Anzahl solcher Antibiotika Resistenzen entwickelt und sind somit nur noch sehr schwer behandelbar. Betroffene leiden unter einer art Nekrose, die bis  zum Tod führen kann. Der Erreger, durch den MRSA ausgelöst wird, heisst Staphylococcus aureus. Eine Studie, die zeigt, wie gut Patchouli diesen Erreger zu bekämpfen vermag, wurde erst vor Kurzem publiziert und lieferte sehr gute  Ergebnisse.

Patchouli wirkt entzündungshemmend

Patchouli ist bakannt dafür, stark entzündungshemmend zu wirken. Diesen Effekt des Öls kann man sich im Großen wie im Kleinen zunutze machen: Patchouli kann uns zum Beispiel bei schweren entzündlichen Problemen helfen. Sollten Sie etwa an LPS-induzierten Problemen der Lunge leiden, so ist Patchouli eine gute Wahl für die Behandlung. Eine Studie zu genau dieser Wirkung wurde vor Kurzem publiziert. Für die entzündungshemmende Wirkung des Patchouli ist der Inhaltsstoff Camphen verantwortlich. Das Öl kann seine entzündungshemmende Wirkung aber auch bei kleineren Entzündungen, wie etwa Pickeln entfalten.

Patchouli wirkt aphrodisierend und hilft gegen Frigidität

Patchouli soll angeblich eine stark aphrodisierende Wirkung besitzen. Dies dürfte wohl einer der Gründe sein, warum es in den 60er Jahren einen solchen Höhenflug erlebte. Die ‘Hippies’ erhofften sich im ‘Summer of Love’ durch Patchouli nicht nur eine Überdeckung des allgegenwärtigen Marihuanageruchs, sondern auch eine Beflügelung der freien Liebe. Dabei soll das Öl durch seine aphrodisierende Wirkung auch gegen Frigidität helfen. 

Patchouli gegen Erkältung

Patchouli hat mehrere positive Auswirkungen wenn wir unter einer Erkältung leiden. Es tötet die erkältungsauslösenden Bakterien durch seinen keimtötenden Effekt, da das Öl aber zudem auch noch stark auswurffördernd wirkt, kann es uns auch dabei behilflich sein, verstopfte Atemwege und eine laufende Nase vom Schleim zu befreien. Es hilft unseren Körper somit auf gleich zwei verschiedene Arten. Eine Studie wie Patchouli genau gegen Erkältung wirkt, wurde erst vor Kurzem publiziert. 

Patchouli gegen Kopfschmerzen und Magenschmerzen 

Patchouli hat allgemein eine stark schmerzlindernde Wirkung. Leiden wir etwa unter Magenschmerzen, kann uns die orale Einnahme von Patchouli helfen. Das Öl verhindert die Ausschüttung gewisser Neurotransmitter in der peripheren Magenmuskulatur. Neurotransmitter sind Stoffe, die für die Signalweiterleitung zwischen den Nerven verantwortlich sind. Fehlen diese Neurotransmitter, können die Magenschmerzen vom Gehirn auch nicht mehr wahrgenommen werden. Aber nicht nur gegen Magenschmerzen kann uns Patchouli helfen, auch gegen Kopfschmerzen sind Anwendungen bekannt. Hierfür reicht oft bereits der bloße Duft von Patchouli. Es ist also nicht nötig das Öl zur Behandlung von Kopfschmerzen oral einzunehmen.

Anwendung 

Wenn Sie Patchouli-Öl auf Ihre Haut aufbringen wollen, so sollten Sie das niemals in seiner puren Form tun, da das Öl eine extreme Reizwirkung auf unsere Haut hat. Für die äußerliche Anwendung empfiehlt es sich das Öl mit einem geruchlosen Trägeröl zu vermischen. Geben sie dafür einfach 7-8 Tropfen Patchouli zu etwa 10 ml Distelöl und tragen Sie das Gemisch anschließend auf. Sollten Sie Patchouli für die innere Anwendung heranziehen wollen, so vermeiden Sie es, das Öl in seiner reinen Form zu konsumieren. Patchouli hat einen extrem bitteren Geschmack und kann bei oraler Einnahme in zu hoher Konzentration Brechreiz auslösen. Geben Sie für die orale Einnahme 2 mal täglich 2-3 Tropfen Patchouli auf ein Stück Würfelzucker und lassen Sie dieses in Ihrem Mund zergehen. Patchouli eignet sich hervorragend dazu, als klassisches Duftöl verwendet zu werden. Geben Sie dafür einfach einige Tropfen des Öls in eine Duftlampe oder einen Diffusor und erhitzen Sie es. 

Herstellung von Patchouli

Patchouli wird aus den Blüten und Blättern der gleichnamigen Pflanze gewonnen. Man benötigt für die Herstellung von 1l Patchouli bis zu 38 kg Pflanzenmaterial. Es kann dabei auf mehrere Arten gewonnen werden. Die wohl häufigste Methode ist die sogenannte Wasserdampfdestillation. Man kann es jedoch auch mittels chemischer Extraktion gewinnen. Eine Studie zu dieser Herstellungsmethode wurde von Dr. Ahmad Masrur an der Universität Malaysia Pahang publiziert.

Inhaltsstoffe im Patchouliöl

  • Camphen 
  • Guaiacol 
  • Pinen 
  • Patchoulen 
  • Pachypodol 
  • Eugenol 
  • Caryophyllen

Geschichte

Die Gattung Patchouli wurde erstmals 1815 vom französischen Botaniker René Luiche Desfontaines beschrieben. Seine Glanzzeit hatte Patchouli in den 60er und 70er Jahren in der Hippiekultur. Dem Duft von Patchouli wurde nachgesagt, dass es den Duft von Marihuana überdecken kann. Heute ist Patchouli vor allem in der Gothicszene weit verbreitet. Der wissenschaftliche Name der Pflanze "Pogostemon" stammt aus dem Griechischen und ist aus den beiden Wörtern "Pogon", was soviel wie Bart bedeutet und "stemon", der Faden, zusammengesetzt.

Botanik

Patchouli ist eine mittelgroße krautige Pflanze aus der Klasse der Lippenblütler. Man unterscheidet je nach Verständnis zwischen 40 und 90 verschiedene Arten, wobei für die Gewinnung des ätherischen Öls lediglich das Indische und das Javanische Patchouli herangezogen werden. Patchouli  kann Wuchshöhen von bis zu 50 cm erreichen. Wie der Name schon verrät ist das Indische Patchouli vor allem in Indien sehr weit verbreitet, aber auch in ganz Südostasien ist die Pflanze zu finden. Kultiviert wird Patchouli auf feuchten Böden, die stark wasserdurchlässig sein müssen, um Staunässe zu vermeiden. An seine Umgebung stellt Patchouli keine besonderen Anforderungen, lediglich genug Wasser und keine direkte Sonne sind für die Pflanze wichtig.

Weitere verwandte Öle

Grapefruitöl

Die Grapefruit, oder auch Pampelmuse genannt, ist neben der Zitrone und der Orange die Dritte der Citrusfrüchte. Der Duft des Grapefruitöls erinnert an den klassischen Citrusduft und ist stark geprägt vom Hauptinhaltsstoff Limonen, allerdings etwas bitterer. Das Grapefruitöl hat allerdings nicht nur einen sehr angenehmen Duft, sondern findet auch breite Anwendung im therapeutischen Bereich.

Jasminöl

Jasminöl wird aus dem echten Jasmin (Jasminum officinale) gewonnen und gilt als besonders exquisit und teuer. Sein Duft ist bereits seit vielen Jahrhunderten in diversen Kulturen rund um den Globus von großer Bedeutung und wird oft mit Liebe und Erotik assoziiert.

Tabaköl

Entgegen der weitläufigen Meinung hat der Duft von Tabaköl nichts mit dem von Zigaretten und Tabakrauch gemeinsam. Der Duft des Öls wird als leicht zitrusartig mit Beeren- und Holznoten beschrieben.

Wacholderöl

Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis, Volksname: Kranebittn, Feuerbaum) ist einer von 2 in Europa beheimateten Wacholderarten. Aus seinen Beeren und seinen Blättern können ätherische Öle gewonnen werden, welche stark terpenartig nach Koniferen riechen. Der Geschmack des Wacholderöls ist aromatisch-bitter. 

Weihrauchöl

Weihrauchöl, auch Olibanum genannt, findet heute breite Verwendung in der Kosmetik- und Parfümindustrie. Es hat einen typischen, leicht zitronenartigen Weihrauchduft, der an Koniferen erinnert.
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