Aprikosenöl

Aprikosenöl
Aprikosenöl ist eines der gesündesten und am weitesten verbreiteten Öle. Es kann sowohl therapeutische Zwecke erfüllen, als auch in der Küche eingesetzt werden. Sein Duft ist süßlich bis fruchtig und erinnert leicht an Waldbeeren, der Geschmack von reinem Aprikosenöl ist leicht bitter bis fruchtig.
Bezeichnung: Aprikosenöl
Botanischer Name: Prunus armeniaca
Synonyme: Aprikosenkernöl, Marillenöl, Marillenkernöl, Barelle, Barille
Englischer Name: apricot oil
Preis pro 10ml: ab 5,99€

Wirkung

Aprikosenöl für die Haut

Die Aprikose wird nicht umsonst mit einer schönen und jugendlichen Haut assoziiert und die Frucht stellt schon seit langem ein Symbol für Jugend und Schönheit dar. Aprikosenöl hat einen ausgeprägten feuchtigkeitsspendenden Effekt auf unsere Haut und da das Öl komplett frei von Nebenwirkungen ist, kann es sogar pur verwendet werden. Sollten Sie an zu trockener oder gar schuppender Haut leiden, wird sie mit Aprikosenöl innerhalb kürzester Zeit wieder glatt und geschmeidig. Besonders die im Öl enthaltene Linolsäure ist für diese feuchtigkeitsspendende Wirkung verantwortlich.

Aprikosenöl für das Gesicht

Selbstverständlich pflegt Aprikosenöl auch unsere Gesichtshaut. Da die meisten Stoffe im Makeup fettlöslich sind, eignet sich das Öl auch hervorragend als Make-up-Entferner und stellt somit eine gute Alternative zu den herkömmlichen aggressiven Make-Up-Entfernern dar.

Aprikosenöl für die Haare

Aprikosenöl wirkt nicht nur auf unsere Haut äußerst positiv, sondern auch auf unsere Haare. Zu trockene Haare neigen zum Verfilzen und zum Brechen. Das Resultat ist oft sog. ‘Spliss’. Auch hier greift die feuchtigkeitsspendende Wirkung der Linolensäure im Aprikosenöl. Deshalb ist dieser Stoff auch sehr vielen chemischen Shampoos beigemischt und verantwortlich für den Glanz- und Fülleeffekt, den diese verursachen.

Aprikosenöl in der Schwangerschaft

Aprikosenöl ist eines der Öle, die sogar in der Schwangerschaft gut verwendbar sind. Da keine Nebenwirkungen des Öls auf unseren Organismus zu befürchten sind, können Sie das Öl auch in der Schwangerschaft benutzen. Lediglich das im Öl enthaltene Vitamin B17 kann über einen längeren Zeitraum zu gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen führen. Dies ist jedoch nur bei einer extrem hohen Dosis der Fall.

Aprikosenöl gegen Krebs

Aprikosenöl wird in der homöopathischen Medizin zur Prävention gegen Krebs eingesetzt. Homöopathen beantworten die Frage nach der Wirksamkeiten der Behandlung mit dem im Öl vorhandenen Vitamin B17. Dieses Vitamin birgt jedoch auch einige Gefahren in sich. Beim Abbau von Vitamin B17 entsteht Blausäure die auf unseren Körper toxisch wirken kann. Die Theorie hinter der WIrksamkeit konnte im Tierversuch bereits bestätigt werden. Vitamin B 17 dringt in Krebszellen ein und spaltet sich dort in seine toxischen Einzelstoffe. Dies führt zum Tod der Krebszellen. Um jedoch eine echte Wirksamkeit zu erzielen, müsste der Mensch umgerechnet 3000 l Aprikosenöl trinken. Das Öl kann also nur zur Prävention von Krebs eingesetzt werden und sollte bei bereits bestehender Krankheit niemals ein Ersatz zur Behandlung sein. Mediziner empfehlen die Einnahme von synthetisch hergestelltem Vitamin B17, da bei seinem Abbau im Körper keine Giftstoffe frei werden sollen.

Aprikosenöl bei Sonnenbrand und Verbrennungen

Bei verbrannter Haut ist es sehr wichtig, sie mit genügend Feuchtigkeit zu versorgen und vor jeder weiteren Hitzeeinwirkung zu schützen. Genau diese beiden Aufgaben erfüllt das Aprikosenöl. Es bildet eine schützende Schicht zwischen Haut und Sonne und schützt somit vor weiteren Verbrennungen. Des weiteren wirkt Aprikosenöl extrem feuchtigkeitsspendend. Gerade diese Wirkung ist für verbrannte Haut äußerst wichtig.

Aprikosenöl gegen Kontaktdermatitis

Unter Kontaktdermatitis versteht man die allergische Reaktion der Haut bei Berührung eines allergenen Stoffes. Meistens äußert sich die Kontaktdermatitis durch Bläschenbildung und starkes Jucken oder Brennen an der betroffenen Hautstelle. Aprikosenöl vermag es in diesem Fall die Haut schnell zu beruhigen und die allergische Reaktion abklingen zu lassen.

Aprikosenöl gegen WIndeldermatitis

Windeldermatitis tritt bei Babys auf, die zu lange in der vollen Windel verweilen mussten. Die Haut reagiert allergisch auf die aggressiven Stoffe in den Ausscheidungen des Kleinkindes, vor allem auf Ammoniak. Da Aprikosenöl frei von Nebenwirkungen ist, kann es auch bei Kleinkindern eingesetzt werden. Im Fall der Windeldermatitis hilft die feuchtigkeitsspendende und pflegende Wirkung des Öls der Haut bei ihrer Selbstregeneration.

Aprikosenöl gegen Pilze

Aprikosenöl hat - wie viele andere ätherischen Öle auch - einen starken fungiziden Effekt. Das heisst es wirkt gegen Pilze. Eine vor kurzem veröffentlichte Studie untersuchte die antifungale Wirkung verschiedener Öle und stellte auch dem Aprikosenöl gute Noten aus. Das Öl hilft der Studie zufolge gegen diverse Haut und Nagelpilze.

Aprikosenöl gegen Mitesser

Mitesser entstehen aufgrund übermäßiger Verhornung von Talgdrüssenfollikeln. Wegen des Farbstoffes Melanin in unserer Haut können sich solche Mitesser mit der Zeit schwarz färben. Besonders in der Pubertät ist diese unschöne Erscheinung weit verbreitet. Aprikosenöl weicht durch seine feuchtigkeitsspendende Wirkung die Verhornungen der Mitesser auf und hilft so, diese zu entfernen.

Aprikosenöl gegen Altersflecken

Unter Altersflecken versteht man eine ungefährliche Pigmentstörung unserer Haut. Altersflecken entstehen, wenn die Haut langfristig zu viel UV-Licht ausgesetzt ist. Sie bildet dann lokal vermehrt Melatonin und es entstehen dunkle Flecken. Da Aprikosenöl eine allgemein pflegende Wirkung auf unsere Haut hat, hilft es ihr auch dabei, diese Pigmentflecken wieder abzubauen.

Aprikosenöl für unseren Darm

Die stark entzündungshemmende Wirkung von Aprikosenöl kommt unserem kompletten Verdauungssystem zugute und das Öl kann kann zum Beispiel bei einer Gastritis, also einer Entzündung der Magenschleimhaut, helfen. Aber auch gegen Entzündungen im Darmbereich wirkt Aprikosenöl sehr gut. Eine Studie dazu wurde im Jahre 2011 von Prof. M. Minayan veröffentlicht.

Aprikosenöl als Massageöl

Aprikosenöl gilt wegen seiner äußerst positiven Wirkung auf unsere Haut als das Massageöl schlechthin. Es ist deshalb auch die Grundsubstanz vieler Massageöle. Das Öl eignet sich für medizinische Massagen ebenso wie für erotische Stunden zu Zweit.

Aprikosenöl in der Aromatherapie

In der Aromatherapie werden gesundheitliche Probleme mit Düften kuriert. Wie bereits erwähnt, lassen sich in Aprikosenöl die verschiedensten ätherischen Öle lösen, wodurch es für eine aromatherapeutische Verwendung geradezu prädestiniert ist. Aromatherapeuten verwenden Aprikosenöl als Trägeröl für die Herstellung wirksamer Massageöle. Diese Öle können vom Therapeuten nach Belieben im Aprikosenöl vermischt und anschließend verwendet werden.

Aprikosenöl in der Ernährung

Aprikosenöl eignet sich hervorragend zur Zubereitung verschiedenster Gerichte. Die im Öl zahlreich vorhandenen Vitamine sind optimal für unsere Gesundheit und auch die ungesättigten Fettsäuren sind ein willkommenes Geschenk für unseren Körper. Eine Studie zu den wirksamen Inhaltsstoffen wurde von Dr. Priyanka publiziert.

Sie sollten jedoch davor absehen das Öl zu stark zu erhitzen, da sich sonst das im Aprikosenöl enthaltene Vitamin E abbaut. Das Öl eignet sich bestens als Dressing für abenteuerliche Salate und als Zutat für Desserts. Wenn Sie das Öl zum Verzehr benutzen wollen, sollten Sie bei ihrem Einkauf darauf achten, lediglich naturreines Aprikosenöl aus biologischem Anbau zu kaufen, das noch nicht raffiniert ist.
 

Raffiniertes Aprikosenöl

Wenn Öle einer Raffination unterzogen werden, heisst das, dass das Öl mit Hitze behandelt wird, um unerwünschte Begleitstoffe abzutrennen. Da Aprikosenöl nach seiner Pressung dazu neigt, sehr schnell ranzig zu werden, ist dieser Arbeitsschritt nötig, wenn das Öl länger haltbar sein soll.

Raffiniertes Aprikosenöl hat allerdings nicht mehr den vorzüglichen Geschmack und auch die vielen positiven Wirkungen auf unsere Gesundheit fehlen. Aprikosenöl das raffiniert wurde, hat jedoch einige große Vorteile gegenüber dem unbehandelten Öl: Es kann erhitzt werden und eignet sich somit hervorragend zum Braten und Frittieren. Im raffinierten Aprikosenöl bilden sich beim Erhitzen wesentlich weniger krebserregende Stoffe und es ist somit für diese Anwendung gesünder als natürliches Öl.

Anwendung

Aprikosenöl ist komplett frei von Nebenwirkungen und kann in beliebiger Menge eingenommen werden. Für die äußerliche Anwendung kann das Öl ebenfalls pur aufgetragen werden, da keine negativen Hautreaktionen zu erwarten sind. Sollten Sie das Aprikosenöl als Trägeröl für andere ätherischen Öle verwenden wollen, so tun Sie dies stets in kleinen Mengen bis zu 10 ml um einen zu hohen Ölverbrauch zu vermeiden. Als klassisches Duftöl eignet sich Aprikosenöl leider nicht, da seine Inhaltsstoffe nicht flüchtig genug sind und es beim Erhitzen lediglich zu einer Verkohlung des Öls kommen würde.

Herstellung von Aprikosenöl

Aprikosenöl wird mittels Kaltpressung  aus den Samen der Aprikosenfrucht gewonnen. Man benötigt für die herstellung von 1l reinem Aprikosenöl bis zu 300 kg der kleinen Samen. Dies entspricht einem Fruchtgewicht von bis zu 3 Tonnen.

Inhaltsstoffe im Aprikosenöl

DIe wichtigsten biologisch aktiven Inhaltsstoffe im Aprikosenöl sind:
  • Oleinsäure 66,1 %
  • Linolensäure 25,3
  • Palmitinsäure 5,9 %
  • Stearinsäure 1,6 %
  • Palmitoleinsäure 0,6 %
  • Vitamin B1-B17
  • Vitamin E
  • Vitamin A
  • Carotin

Botanik

Der Aprikosenbaum ist eine Pflanze aus der Gattung der Rosengewächse. Der Baum erreicht Wuchshöhen von ca. 6m und wird weltweit kultiviert. Das Ursprungsgebiet des Aprikosenbaums wird in Armenien vermutet, wovon auch der lateinische Name der Pflanze abgeleitet worden ist. Die Blüten haben eine wunderschöne weisse Farbe, die Früchte sind tieforange und ein beliebtes Speiseobst. Innerhalb des Fruchtfleisches sitzt ein harter Kern der den Samen beinhaltet. Aprikosen stellen heute ein wichtiges Element unseres Speiseplans dar und das süße Obst wird oft in Desserts verarbeitet.

Kultivierung

Die Hauptanbaugebiete für den Aprikosenbaum liegen Ungarn und der Türkei. Der Baum benötigt relativ warmes Klima, ist jedoch winterhart. Da der Aprikosenbaum sehr empfindlich gegenüber Staunässe ist, braucht er außerdem einen sandigen und wasserdurchlässigen Boden. Die Erntezeit reicht je nach Anbaugebiet von Mai bis August. Die Früchte werden auf die unterschiedlichsten Arten verarbeitet - und entweder getrocknet oder als frisches Obst verkauft. DIe Kerne werden geknackt, geschrotet und als Dünger verwertet, der darin enthaltene Kern dient der Ölgewinnung.

Weitere verwandte Öle

Basilikumöl

Basilikumöl wird aus der gleichnamigen Pflanze - auch Königskraut genannt - gewonnen. Es findet nicht nur in der Küche Verwendung, sondern wird auch häufig für medizinische und kosmetische Behandlungen herangezogen. Sein Duft ist süßlich würzig und erinnert leicht an Anis.

Pfefferminzöl

Die Pfefferminze (Mentha piperita) ist eine Pflanze aus der Gattung der Minzen, deren Verbreitungsgebiet sich, aufgrund seiner Beliebtheit als Heilpflanze, über die gesamte Nordhalbkugel erstreckt. Eingesetzt bei: Darmproblemen, Mundgeruch, Übelkeit, Appetitanreger, Spannungskopfschmerzen, Insektenstichen, u.v.m.

Rosmarinöl

Der Name Rosmarin  (Rosmarinus officinalis) leitet sich aus dem lateinischen 'ros marinus' ab und bedeutet soviel wie ''Tau des Meeres''. Rosmarin ist heute eine weit verbreitete Heilpflanze und ein beliebtes Gewürz in der Küche. Seine heilende Wirkung ist bereits seit der Antike bekannt.

Zimtrindenöl

Das Zimtöl ist ein sehr wertvolles ätherisches Öl, das aus der Rinde von verschiedenen Zimtbäumen gewonnen werden kann. Man unterscheidet dabei zwischen Zimtrindenöl und Zimtcassienöl. Die Rinde des Zimtbaumes wird nicht nur zur Ölproduktion verwendet, sondern stellt in der Küche auch ein sehr beliebtes Gewürz dar.