Zitronenöl

Zitronenöl
Das Zitronenöl wird aus der Schale der gemeinen Zitrone gewonnen. Es hat einen intensiven Citrusduft und findet in den verschiedensten Bereichen Verwendung - vom Haushalt bis in die Medizin. Die Zitrone ist berühmt für ihren äußerst hohen Gehalt an Vitamin C und ist namensgebend für die große Gruppe der Citruspflanzen.
Bezeichnung: Zitrone
Botanischer Name: Cinnamomum camphora
Synonyme: Camphora, Campher
Englischer Name: Lemon
Ursprungsländer: China
Preis pro 10ml: ab 2,99€

Psychologische Wirkung

Der Duft des Zitronenöls löst in uns ein Gefühl der Frische und der Reinheit aus. Deshalb duften viele Reinigungsmittel nach Zitrone. Ihr Duft hilft unsere Konzentrationsfähigkeit und unser Denkvermögen zu steigern und gibt uns ein allgemeines Gefühl des Wohlbefindens.  

Zitronenöl ist dazu in der Lage unsere Noradrenalin und Dopaminproduktion anzukurbeln. Noradrenalin ist ein sogenannter Neurotransmitter. Ein Mangel an Noradrenalin führt zu Trägheit, Antriebs- und Abwehrschwäche. Dopamin wird auch als ‘Glückshormon’ bezeichnet, welches unsere Stimmung erhellt und uns glücklich macht. Ein Mangel an Dopamin führt zu Stress und depressiver Verstimmung.

Körperliche Wirkung  

Der Hauptbestandteil von Zitronenöl ist Limonen. Limonen wirkt stark antibakteriell, antifungal und kreislaufanregend. Daneben hat das Zitronenöl noch zahlreiche andere positive Eigenschaften, die sich auf unsere Gesundheit auswirken können. Dieses breite Wirkungsspektrum eröffnet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten.
 

Zitronenöl gegen Erkältungen

Zitronenöl tötet sehr effizient Keime ab und ist damit ein ausgezeichnetes Mittel gegen Erkältungen. Aber nicht nur das Öl der Zitrone wirkt fantastisch bei Erkältungen, sondern auch ihr Saft ist hier sehr gut einsetzbar. Er kann nicht nur Erkältungen heilen, sondern diesen auch sehr gut vorbeugen. Dafür gibt es in der Volksmedizin ein allgemein bekanntes Getränk - die heiße Zitrone. Die darin enthaltene Zitronensäure regt den Kreislauf an und fördert die Thermogenese, also die Hitzeproduktion des Körpers.

Zitronenöl gegen Krebs

Das Zitronenöl  konnte im Tierversuch schon mehrfach seine Fähigkeit beweisen, Krebszellen wirksam zu bekämpfen. Besonders bei Darm und Leberkrebs kann das Zitronenöl der Heilung behilflich sein, indem es die Produktion von Entgiftungsenzymen anregt. Eine Studie an der Ruhr-Universität Bochum unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt konnte belegen, dass Zitronenöl das Wachstum von Krebstumoren mindert. Der in der Leber befindliche Duftrezeptor OR1A2 kann - durch diverse Terpene stimuliert - die Leber dazu veranlassen, den kranken Krebszellen das für ihr Wachstum nötige Kalzium vorzuenthalten. Dadurch hören die Leberkrebszellen auf zu wachsen.

Zitronenöl für ein verbessertes Hautbild

Freie Radikale, wie sie etwa durch Zigarettenrauch, Sonnenschein und schädliche Autoabgase gebildet werden, sind ein Schrecken für unsere Haut. Sie stören die Zellerneuerung, fördern Faltenbildung und lassen unsere Haut schneller altern. Die zahlreichen Bioflavonoide im Zitronenöl reduzieren diese freie Radikale. Reduzierung bedeutet in diesem Falle nicht eine Reduzierung ihrer Menge, sondern eine Reduktion im biochemischen Sinne. Für den Laien ausgedrückt bedeutet dies, dass den freien Radikalen die Fähigkeit genommen wird, uns zu schaden. Eine Studie des  Journal of the National Cancer Institute aus dem Jahr 1992 konnte zum Beispiel belegen, dass durch die Reduktion freier Radikale das Risiko an Hautkrebs zu erkranken signifikant sinkt.  
 

Zitronenöl gegen Mücken

Jedes Jahr wieder werden wir von ihr hinterhältig überfallen und schamlos als Nahrungsquelle missbraucht - die Rede ist von der Stechmücke. Angelockt durch menschliche Ausdünstungen trachten sie nach unserem Blut. Der intensive Duft des Limonens im Zitronenöl ist in der Lage, diese Ausdünstungen zu überdecken und bietet somit einen wirksamen Schutz gegen die kleinen Plagegeister.
 

Zitronenöl für eine verbesserte Mundhygiene

Da das Zitronenöl stark antibakteriell wirkt, hilft es unsere Mundflora im Zaum zu halten. Mundgeruch entsteht unter anderem dadurch, dass Bakterien in unserem Mund die Nahrungsreste, die sich zwischen unseren Zähnen befinden, zersetzen und dabei Methan und Schwefelgase produzieren. Diese Gase haben für uns einen unangenehmen Geruch.

Wenn nun diese Bakterien reduziert werden, schwindet auch automatisch der Mundgeruch. Durch die Reduktion der Bakterien wird zusätzlich Zahnfleischentzündungen vorgebeugt, bzw. bei einer schon bestehenden Entzündung die Heilung beschleunigt. Somit ist das Zitronenöl auch bei bestehenden Verletzungen und Ekzemen im Mundraum der Heilung dienlich. Außerdem hat die Zitronensäure eine leichte bleichende Wirkung auf unsere Zähne.
 

Zitronenöl gegen Viren, Bakterien und Pilze

Zitronenöl wirkt stark antibakteriell, antifungal und antiviral. Dadurch tötet das Zitronenöl Krankheitserreger direkt in unserem Körper. Dies ist zum Beispiel bei durch Bakterien verursachten Durchfallerkrankungen von großem Nutzen. Man kann sich diese Eigenschaften auch zu Nutze machen, um Nahrungsmittel zu desinfizieren und diesen einen frischen Geschmack zu verleihen. Einige tropfen Zitronenöl im Trinkwasser zum Beispiel geben dem Wasser eine gewisse Frische und töten gleichzeitig enthaltene Keime.
 

Zitronenöl zur Körperpflege

Zitronenöl ist bekannt dafür, dass es Fingernägel und Haare stärkt. Es ist besonders gut anwendbar für dünnes und sprödes Haar, welches es wieder glatt und geschmeidig werden lässt. Für blondes Haar ist Zitronenöl auch als natürlicher Aufheller gut zu gebrauchen. Man kann das Zitronenöl direkt für die Haarwäsche benutzen. Durch die enthaltene Zitronensäure wird das Haar entfettet und gleichzeitig gepflegt. Auch für eine irritierte Kopfhaut, welche für Schuppenbildung und eine überschnelle Verfettung der Haare verantwortlich ist, ist das Zitronenöl ein positiver Reiz.
 

Zitronenöl bei Blähungen

Blähungen entstehen häufig wenn die Darmflora aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Einige Bakterien in unserem Darm produzieren bei der Verdauung unserer Nahrung übelriechende Gase, welche sich meistens unerwünscht in Form von Blähungen zu erkennen geben. Durch die keimtötende Wirkung des Zitronenöl wird die Bildung dieser Bakterien gehemmt wodurch auch die Gasproduktion sinkt.
 

Zitronenöl zur Entgiftung

Zitronenöl regt die Tätigkeit unserer Leber und die Produktion von Gallensaft an. Da die Leber neben den Nieren die Hauptaufgabe bei der Entgiftung unseres Körpers trägt, ist eine Kur mit Zitronenöl der Entgiftung sehr dienlich. Da das Zitronenöl gleichzeitig auch harntreibend ist, wirkt es nicht nur direkt auf den Entgiftungsprozess, sondern fördert gleichzeitig auch die Ausscheidung der Giftstoffe aus dem Körper.

Zitronenöl gegen Krampfadern und Besenreiser

Zitronenöl fördert die Durchblutung und erweitert die Blutgefäße. Durch diese Eigenschaft können unschöne Hautprobleme, wie Krampfadern und Besenreiser wirksam bekämpft werden.

Anwendung

Zitronenöl lässt sich auf die verschiedensten Arten verwenden, nicht nur im medizinischen und kosmetischen Bereich. Einige Tropfen Zitronenöl im Reinigungswasser können zum Beispiel chemische Reinigungsmittel im Haushalt ersetzen. Das Öl liefert auf natürliche Art den selben Duft wie chemische Reinigungsmittel. Sollten Sie das Öl auf ihrer Haut anwenden, so tun Sie das bitte stets in verdünnter Form, da Zitronenöl reizend auf die Haut wirken kann. Geben sie dafür einfach 3-4 Tropfen des Zitronenöls zu 10 ml eines hochwertigen Trägeröls wie zum Beispiel Oliven- oder Distelöl und tragen sie dieses dann auf.

Wenn sie das Öl als klassisches Duftöl verwenden wollen, können sie es einfach pur in einer Duftlampe erhitzen, um sich am frischen Citrusduft zu erfreuen. Sollten sie das Zitronenöl für ihre Haarwäsche benutzen, geben sie einige Tropfen des Öls zu ihrem handelsüblichen Shampoo. Gerade so viel, bis sich die gewünschte Intensität an Citrusduft eingestellt hat. Ganz besonders gut eignet sich das Zitronenöl auch zum Kochen und Backen - insbesondere für Geflügelgerichte und Desserts. Aber achten sie darauf, dass sie stets natur-echtes und hochwertiges Zitronenöl ohne chemische Zusätze verwenden, um ihren Gerichten den gewissen Touch zu geben.

Chemische Zusammensetzung

In natürlichem Zitronenöl befinden sich eine Vielzahl aktiver Komponenten. Die wohl wichtigsten sind:

  • Limonen (59-73%)  
  • Gamma-Terpinen (6-12%)
  • Beta-Pinen (7-16%)  
  • Alpha-Pinen (1,5-3%)  
  • Sabinen (1,5-3%)

Herstellung von Zitronenöl

Zitronenöl wird durch Kaltpressung aus den Schalen von Zitronen gewonnen. Für die Herstellung von 1 l hochwertigen Zitronenöl benötigt man die Schalen von ca. 4000 Zitronen.
 

Zitronenöl selber Herstellen

Zitronenöl lässt sich auf sehr einfache Art und Weise zuhause in Eigenregie herstellen. Geben sich dafür einfach Zitronenschalen mit einem hochwertigen Speiseöl in ein Einmachglas. Am besten eignet sich dafür Sesamöl, da es relativ geschmacksneutral ist. Stellen sie das Einmachglas nun an einen warmen und dunklen Ort. Nach ca. 4 Wochen hat das Sesamöl alle Inhaltsstoffe der Zitronenschalen aufgenommen und duftet intensiv nach Zitrone. Sie können nun die Zitronenschalen vom Öl trennen und das Öl in ein Behältnis ihrer Wahl umfüllen. Besonders gut eignet sich selbst hergestelltes Öl für die Zubereitung Ihrer Lieblingsgerichte.

Botanik

Zitronenbäume werden im Verhältnis zu anderen Citruspflanzen relativ groß. Sie erreichen eine Wuchshöhe von ca. 15 m. Bereits junge Triebe des Baumes sind mit kleinen Dornen versehen. Die Blüten des Zitronenbaums sind weiss und versprühen einen leicht fauligen Duft. Sie bestehen aus fünf Blütenblättern und haben einen Durchmesser von ungefähr 20–30 mm. Die Bestäubung erfolgt beim Zitronenbaum über Insekten, aber auch Direktbestäubung durch Wind oder durch direkten Kontakt der Blüten ist bekannt. Die Frucht des Zitronenbaums ist - wie bei den meisten Citruspflanzen - segmentiert und besteht aus 6-8 Teilen, die durch feine Häutchen voneinander getrennt sind.
Kultivierung
Die Kultivierung der Zitrone hat in Europa eine lange Tradition. Ihr Anbau lässt sich in den Ländern um das Mittelmeer bereits seit dem 13 Jahrhundert nachweisen. Im Gegensatz zu anderen Citruspflanzen ist der Zitronenbaum sehr sensibel was Trockenheit und Kälte anbelangt. Die Vermehrung erfolgt meistens über Stecklinge, da die Samen eine äußerst lange Keimdauer haben. Um eine gute Ernte zu erzielen, werden die Bäume oft einer Stressperiode ohne Bewässerung ausgesetzt. Berühmte Anbaugebiete für Zitronenbäume befinden sich auf Sizilien und der italienischen Amalfiküste. Von hier stammt auch ein weltberühmter Zitronenlikör - Limoncello genannt.

Weitere verwandte Öle

Blaues Rainfarnöl

Der blaue Rainfarn (Tanacetum Annuum) ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler deren Verbreitungsgebiet sich über das südliche Europa bis nach Nordafrika erstreckt. Nicht zu verwechseln ist der blaue Rainfarn mit dem toxischen gemeinen Rainfarn (Chrysanthemum vulgare).

Wacholderöl

Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis, Volksname: Kranebittn, Feuerbaum) ist einer von 2 in Europa beheimateten Wacholderarten. Aus seinen Beeren und seinen Blättern können ätherische Öle gewonnen werden, welche stark terpenartig nach Koniferen riechen. Der Geschmack des Wacholderöls ist aromatisch-bitter.