Tabaköl

Tabaköl
Entgegen der weitläufigen Meinung hat der Duft von Tabaköl nichts mit dem von Zigaretten und Tabakrauch gemeinsam. Der Duft des Öls wird als leicht zitrusartig mit Beeren- und Holznoten beschrieben.
Bezeichnung: Tabak
Botanischer Name: Nicotiana
Synonyme: Tobak, Prim
Englischer Name: tobacco oil
Ursprungsländer: Amerika
Preis pro 10ml: Ab € 8,00

Psychologische Wirkung

Tabakprodukte werden stets in das Licht gerückt, stark suchtauslösend und krebserregend zu sein. Dies ist beim Tabaköl jedoch nicht der Fall, da es weder das süchtig machende Nikotin, noch andere krebsauslösende Inhaltsstoffe in sich trägt. Tabaköl hat jedoch auf unsere Psyche zahlreiche positive Wirkungen. Das Öl wirkt zum Beispiel stark beruhigend und kann somit sehr gut gegen Alltagsstress und Depressionen eingesetzt werden. Diese Eigenschaft ist auch der Grund dafür, dass das Öl in der Aromatherapie gegen Stresszustände verwendet wird. Es soll außerdem gegen Epilepsie und Gedächtnisstörungen wirken. Tabaköl ist allgemein stimmungsaufhellend und vermag negative Gefühle wie Traurigkeit und Niedergeschlagenheit zu vertreiben. Es soll zu alledem auch noch aphrodisierende Eigenschaften besitzen und somit gegen temporäre sexuelle Probleme, wie Frigidität, Verlust der Libido und sexuelle Unlust helfen.

Körperliche Wirkung

Die körperliche Wirkung von Tabaköl hat nichts mit der äußerst gesundheitsschädigenden Wirkung des Tabakrauchs gemeinsam. Im Gegenteil …

Tabaköl gegen Muskelverspannungen

Das Öl des Tabakstrauchs wirkt stark durchblutungsfördernd und eignet sich somit hervorragend als Massageöl gegen Muskelverspannungen und leichtere Muskelkrämpfe.

Tabaköl gegen Neuralgie

Neuralgie ist das medizinische Fachwort für Nervenschmerzen. Da Tabaköl - ähnlich wie viele andere ätherische Öle - eine ausgeprägte schmerzstillende Wirkung in unserem Körper entfaltet, kann es sehr gut gegen Neuralgien zur Anwendung gebracht werden. Auch bei Rheuma kann Tabaköl aufgrund dieser Eigenschaft hilfreich sein.

Tabaköl gegen Parasiten

In unserem Verdauungssystem leben neben Bakterien auch gesundheitsschädigende Parasiten, wie zum Beispiel der Bandwurm. Solche Parasiten können auf unseren Körper schwere gesundheitsschädliche Auswirkungen haben. Tabaköl ist bekannt dafür, entwurmend und somit gegen diese Parasiten zu wirken.

Anwendung

Sollten Sie das Tabaköl als Massageöl verwenden wollen, beachten Sie bitte, dass es auf unsere Haut eine starke Reizung ausübt. Geben Sie das Öl deshalb niemals pur auf ihre Haut, sondern vermischen Sie stattdessen 3-4 Tropfen des Tabaköls mit einem geeigneten Trägeröl und tragen Sie anschließend dieses Gemisch auf. Wenn Sie das Öl als Duftöl verwenden wollen, können Sie es ganz einfach in einem Diffusor oder einer Duftlampe erhitzen. Für die innere Anwendung empfiehlt es sich das Öl zusammen mit etwas Honig einzunehmen, da der Geschmack von Tabaköl sehr bitter ist. Geben sie dafür einfach zwei mal täglich 1-2 Tropfen des Öls zu einem Esslöffel Honig.

Herstellung von Tabaköl

Tabaköl wird mittels Wasserdampfdestillation aus den Blättern der Pflanze gewonnen. Man braucht für die Herstellung von 1l Öl bis zu 500 kg Tabakblätter.

Inhaltsstoffe im Tabaköl

Im Tabaköl sind lediglich lipophile Inhaltsstoffe des Tabakblattes enthalten.  Als lipophil werden Stoffe bezeichnet, die sich gut in Fett lösen. Da Nikotin nicht dazu zählt, ist er auch nicht im Tabaköl enthalten. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind verschiedene Terpineole wie:
  • Salonon
  • Neophytodien
  • Damascenone
  • tetradecenyl acetate

Geschichte

Der Tabak stammt ursprünglich aus Mittelamerika, und wurde dort von den Ureinwohnern bereits vor Jahrhunderten angebaut. Er galt in der indianischen Kultur als Mittel, das den Menschen mit der Mutter Erde verbindet. Aus diesem Grund wurde Tabakrauch auch bei vielen religiösen Ritualen verwendet. Nach Europa kam der Tabak dann Ende des 15. Jahrhunderts mit Christoph Kolumbus.

Botanik

Der Tabak ist eine Pflanze aus der Gattung der Nicotiana mit 75 Unterarten. Heute wird die Pflanze hauptsächlich für die Produktion von Rauchwaren wie Zigaretten und Zigarren angebaut. In geringerem Umfang verwendet man die Blätter des Tabaks auch zur Gewinnung von ätherischem Öl und Medikamenten. Das Hauptanbaugebiet liegt heute entlang des Äquators, jedoch hauptsächlich auf dem amerikanischen Kontinent. Auch in Deutschland wird die Pflanze seit langem kultiviert, spielt in der Landwirtschaft jedoch eine sehr untergeordnete Rolle.

Weitere verwandte Öle

Zitronenöl

Das Zitronenöl wird aus der Schale herkömmlicher Zitronen gewonnen. Es hat einen intensiven Citrusduft und findet in den verschiedensten Bereichen wie im Haushalts- bis im Medizinbereich Verwendung. Die Zitrone ist berühmt für ihren äußerst hohen Gehalt an Vitamin C und ist namensgebend für die Gruppe der Citruspflanzen.

Zirbenöl

Zirbenöl, auch Arvenöl genannt, wird aus der Zirbe gewonnen, einem Baum der in sehr großer Höhe gedeiht. Durch die extremen Witterungsbedingungen, denen der Baum ausgesetzt ist, sammelt er im Laufe der Jahre große Kräfte, die er auch an seine ätherischen Öle abgibt. Das Zirbenöl riecht kräftig würzig und an Wald erinnernd.

Grapefruitöl

Die Grapefruit, oder auch Pampelmuse genannt, ist neben der Zitrone und der Orange die Dritte der Citrusfrüchte. Der Duft des Grapefruitöls erinnert an den klassischen Citrusduft und ist stark geprägt vom Hauptinhaltsstoff Limonen, allerdings etwas bitterer. Das Grapefruitöl hat allerdings nicht nur einen sehr angenehmen Duft, sondern findet auch breite Anwendung im therapeutischen Bereich.

Neroliöl

Neroliöl ist ein ätherisches Öl, das aus der Blüte der Bitterorange gewonnen wird. Es stellt einen seltenen und äußerst teuren Duftstoff dar, der heute vor allem in der Parfumindustrie zum Einsatz kommt, aber auch viele Heilwirkungen mit sich bringt. Der Duft des Neroliöls wird als blumig und frisch beschrieben.

Blaues Rainfarnöl

Der blaue Rainfarn (Tanacetum Annuum) ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler deren Verbreitungsgebiet sich über das südliche Europa bis nach Nordafrika erstreckt. Nicht zu verwechseln ist der blaue Rainfarn mit dem toxischen gemeinen Rainfarn (Chrysanthemum vulgare).