Kiefernnadelöl

Kiefernnadelöl
Kiefernnadelöl ist ein altbekanntes Heilmittel und beliebtes Duftöl. Der Duft des Öls wird als aromatisch balsamisch beschrieben, der Geschmack ist leicht bitter.
Bezeichnung: Kiefernnadelöl
Botanischer Name: Pinus aetheroleum
Synonyme: Kiefernadelöl, Kiefer
Englischer Name: pine needle oil
Ursprungsländer: Balkan, Österreich, Baltikum, Skandinavien
Preis pro 10ml: ab 6,99€

Wirkung

Wegen seiner vielen verschiedenen Inhaltsstoffe hat Kiefernnadelöl viele exzellente Effekte auf unsere Gesundheit. Es ist bekannt dafür äußerst schmerzlindernd zu wirken und noch viele andere Heilkräfte zu beinhalten. Einige Wirkungen des Kiefernöls sind schon seit sehr langer Zeit bekannt, andere werden von Wissenschaftlern gerade erst entdeckt:

Kiefernnadelöl gegen Krankheitskeime.

Krankheitskeime stellen für unseren Körper eine ständige Gefahr dar. Unser Immunsystem hat im Laufe der Geschichte gelernt, sich gegen Krankheitserreger zur Wehr zu setzen, schafft es jedoch nicht immer alleine. Da Kiefernnadelöl stark antibakteriell wirkt, kann es unserem Körper unterstützend zur Seite stehen. Der im Öl enthaltene Wirkstoff Pinen ist für die äußerst stark ausgeprägte antibakterielle Wirkung von Kiefernnadelöl verantwortlich. Im Laborversuch konnte nachgewiesen werden, dass Pinen 90% aller Bakterienkulturen vernichten kann.

Kiefernnadelöl wirkt schleimlösend

Kiefernnadelöl wird auch eine ausgeprägte schleimlösende Wirkung nachgesagt. Dies kann uns zugute kommen, wenn wir etwa an schleimbedingtem Husten leiden. Kiefernnadelöl regt die Lungenbläschen dazu an, verstärkt Wasser abzugeben, wodurch der Schleim in der Lunge verflüssigt wird und von den Betroffenen besser ausgehustet werden kann. Die schleimlösende Wirkung von Kiefernnadelöl hilft uns jedoch nicht nur bei schmerzhaftem Husten, sondern auf bei Erkältungen. Besonders in der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen unter einer ständig verstopften Nase. Hier kann uns das Kiefernnadelöl behilflich sein und diese vom festsitzenden Schleim befreien.

Kiefernnadelöl gegen Entzündungen  

Der wohl stärkste Effekt des Kiefernnadelöls ist seine entzündungshemmende Wirkung. Der im Öl enthaltene  Wirkstoff Caren ist für diese Eigenschaft verantwortlich. Das macht das Öl zu einem idealen Mittel zur Behandlung entzündlicher Beschwerden, wie zum Beispiel Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut). Aber auch äußerliche Entzündungen auf unserer Haut, wie zum Beispiel Pickel, können mit Kiefernnadelöl wirksam bekämpft werden.

Kiefernnadelöl für die Lunge und gegen Atemwegserkrankungen.

Kiefernnadelöl hat auf unsere Lunge mehrere positive Effekte. Das Öl ist - wie bereits erwähnt - stark schleimlösend, was einer Verstopfung der Lungenbläschen entgegenwirkt und zusätzlich äußerst antibakteriell. Diese Eigenschaft kann uns sogar bei schweren Lungenkrankheiten helfen. In einer klinischen Studie konnte belegt werden, dass Kiefernnadelöl besonders gegen den Erreger ‘bacillus tubercullosis’ wirksam ist. Dieses Bakterium ist der Auslöser der oft tödlich endenden Lungenkrankheit Tuberkulose. Diese Wirkung von Kiefernnadelöl konnte im Tierversuch bereits bestätigt werden. Aber Kiefernnadelöl hilft nicht nur gegen diese eine Krankheit, sondern ist auch bei vielen anderen Atemwegserkrankungen gut als Behandlungsmethode geeignet. Solche Atemwegserkrankungen können oft auch durch Pilze ausgelöst werden. Da Kiefernnadelöl das Wachstum von Pilzen zu hemmen vermag, ist es auch als Mittel gegen solche Atemwegserkrankungen geeignet.

Kiefernnadelöl bei rheumatischen Beschwerden und Schmerzen in Muskeln und Gelenken

Kiefernnadelöl hat bei rheumatischen Beschwerden mehrere positive Effekte auf uns. Wird es zum Beispiel lokal auf die schmerzende Körperstelle aufgetragen, findet an dieser Stelle eine Gewebereizung und gleichzeitig auch eine Erwärmung statt. Durch die Erwärmung kann sich das Gewebe leichter entspannen und wird entlastet. Man spricht von rheumatischen Beschwerden allgemein beim Empfinden von Schmerz in den Muskeln und Gelenken.

Zudem wirkt Kiefernnadelöl auch noch stark schmerzlindernd. Dafür verantwortlich ist der im Öl enthaltene Wirkstoff Caren. Dieser unterbindet in den Nerven die Ausschüttung von Neurotransmittern. Das sind Stoffe, die für die Signalweiterleitung zwischen Nerven verantwortlich sind. Fehlen diese Botenstoffe, kann auch kein Schmerzsignal übermittelt werden. Somit unterbindet Kiefernnadelöl Schmerzen in Muskeln und Gelenken. Aber Kiefernnadelöl hilft nicht nur bei muskulären Schmerzen, auch Nervenschmerzen können mit dem Öl sehr gut behandelt werden.

Nebenwirkungen

Kiefernnadelöl übt auf unsere Haut eine sehr starke Reizwirkung aus. Besonders unsere Schleimhäute reagieren extrem sensibel auf seine Inhaltsstoffe. Sie sollten es deshalb unbedingt vermeiden, das Öl in die Augen zu bekommen. Sollten Sie an Bronchospasmen leiden, so können diese extrem verstärkt werden. Ebenso dürfen Sie das Öl niemals bei Kleinkindern und Säuglingen anwenden, da es bei ihnen unter anderem zur Lähmung der Zunge, in schwerwiegenden Fällen sogar zu einer Atemlähmung führen kann. Achten sie immer darauf, das Öl außerhalb der Reichweite von Kindern zu lagern. Kiefernnadelöl darf auch nicht von Menschen benutzt werden, die an Asthma oder Keuchhusten leiden, da das Öl die Krämpfe der Atemwege verstärken kann.

Anwendung

Da Kiefernnadelöl nicht frei von Nebenwirkungen ist, muss man sehr genau wissen, wie das Öl anwendet werden kann. Sollten Sie das Öl inhalativ aufnehmen wollen, so geben Sie 5-6 Tropfen davon in kochendes Wasser und inhalieren die entstehenden Dämpfe. Achten Sie während der Inhalation jedoch darauf, die Augen geschlossen zu halten, andernfalls kann es zu einem brennenden Schmerz kommen. Effizienter wird der Inhalationsvorgang, wenn Sie sich ein Tuch über den Kopf legen und dann inhalieren.

Für die äußere Anwendung ist es nötig, das Öl zu verdünnen. Geben Sie dafür einige Tropfen Kiefernöl zu 10 ml eines geeigneten Trägeröls und tragen Sie das Gemisch anschließend auf Ihre Haut auf. Sollten Sie über kein Trägeröl verfügen, können Sie das Öl auch einfach mit einer handelsüblichen Hautcreme mischen.

Wenn Sie Kiefernöl oral einnehmen möchten, geben Sie maximal 4 mal täglich 3 Tropfen Kiefernöl auf ein Stück Würfelzucker und lösen dieses in Ihrem Mund auf. Für die Verwendung als Duftöl können Sie Kiefernöl in einem Diffusor oder einer Duftlampe erhitzen. Achten sie aber darauf, nicht zuviel Öl zu verdampfen, um eine Reizung der Augen zu verhindern. Gegen schmerzende Glieder empfiehlt es sich, ein entspannendes Kiefernöl-Vollbad zu nehmen.

Herstellung von Kiefernnadelöl

Kiefernnadelöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Nadeln des gleichnamigen Baumes gewonnen. Für die Gewinnung von 1l reinen Kiefernnadelöls benötigt man bis zu 35 kg getrocknete Kiefernadeln.

Inhaltsstoffe im Kiefernnadelöl

Die wichtigsten biologisch aktiven Inhaltsstoffe im Kiefernnadelöl sind:
  • Pinen
  • Caren
  • Myrcen
  • Limonen
  • Bornylacetat
  • Caryophyllen

Botanik

Kiefern sind Nadelbäume aus der Gattung der Kieferngewächse mit 130 verschiedenen Arten, deren Verbreitungsgebiet sich über die gesamte Nordhalbkugel erstreckt. Die Pflanzen werden bis zu 45 m hoch und bis zu 160 Jahre alt. Die Krone der Kiefer ist schirmartig, ähnlich einem Pilz. Der Baum ist eines der wichtigsten Nutzhölzer. Das harte Holz der Kiefer ist wegen seiner mechanischen Eigenschaften vor allem in der Bauindustrie ein gefragtes Rohmaterial.

Weitere verwandte Öle

Lärchenöl

Die Lärche ist ein Baum aus der Gruppe der Kieferngewächse. Der Duft von Lärchenöl ist intensiv würzig und erinnert leicht an Benzin. Das ätherische Öl der Lärche wird auch Terpentin genannt - nicht zu verwechseln mit dem Lösungsmittel Terpentin, welches aus Erdöl gewonnen wird. Die Lärche ist der einzige Nadelbaum der Welt, der im Winter seine Nadeln abwirft.

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Nardenöl ist eines der seltensten und wertvollsten Öle, die wir kennen. Sein Duft ist holzig, aromatisch und erinnert leicht an Kräuter.

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Weihrauchöl

Weihrauchöl, auch Olibanum genannt, findet heute breite Verwendung in der Kosmetik- und Parfümindustrie. Es hat einen typischen, leicht zitronenartigen Weihrauchduft, der an Koniferen erinnert.

Zirbenöl

Zirbenöl, auch Arvenöl genannt, wird aus der Zirbe gewonnen, einem Baum der in sehr großer Höhe gedeiht. Durch die extremen Witterungsbedingungen, denen der Baum ausgesetzt ist, sammelt er im Laufe der Jahre große Kräfte, die er auch an seine ätherischen Öle abgibt. Das Zirbenöl riecht kräftig würzig und an Wald erinnernd.