Zedernöl

Zedernöl
Urheber: Vladimir Wrangel
Zernöl ist ein sehr wertvolles ätherisches Öl, das aus dem gleichnamigen Baum gewonnen  wird. Das Öl wird bereits seit Urzeiten als wertvolles Heilmittel und wegen des angenehmen Geruchs geschätzt. Der Duft von Zedernöl wird als holzig bis würzig beschrieben.
Bezeichnung: Zedernöl
Botanischer Name: Cedrus atlantica
Synonyme: Zedernholz, Zeder
Englischer Name: Cedar Oil
Ursprungsländer: Russland, Sibirien
Preis pro 10ml: ab 4,83 €

Wirkung

Wegen seiner vielen verschiedenen Inhaltsstoffe hat das Zedernöl eine große Anzahl positiver Wirkungen auf unsere Gesundheit. Viele diese Wirkungen sind der Menschheit schon lange bekannt, andere wiederum bringt die moderne Wissenschaft erst ans Tageslicht.

Psychologische Wirkung

Die wohl ausgeprägteste Wirkung von Zedernöl auf unsere Stimmung ist sein beruhigender Effekt. Zedernölduft hilft uns, besser vom Stress des Alltags abschalten zu können und wirkt nervöser Stimmung entgegen. Das Öl ist sogar so beruhigend dass es gegen Aggressionen hilft. Zedernöl soll auch stark angstlösend wirken und kann Angstzustände lindern.

Körperliche Wirkung

Zedernöl gegen Insekten

Zedern sind in freier Natur praktisch frei von Schädligen. Dies ist wohl auf den Duft des ätherischen Öls zurückzuführen, das sich im Holz befindet, denn Insekten scheinen den Geruch von Zedernöl regelrecht zu hassen. Eine alte Bauernweisheit besagt, dass ein Stück Zedernholz im Kleiderschrank jede Motte abhält. Aktuell laufen Forschungen zur Abwehr von Läusen und Milben mit Zedernöl und auch auf Zecken soll der Duft des Öls nicht unbedingt anziehend wirken.

Zedernöl gegen Haut-, Fuß-, und Nagelpilz

Zedernöl hat - wie die meisten anderen ätherischen Öle - auch eine starke fungizide Wirkung. Es ist also dazu fähig, parasitär lebende Pilze zu töten. Egal ob Fuß- oder Nagelpilz - die Pilze finden auf unseren Füßen den perfekten Lebensraum: Es ist warm und feucht. Sollten Sie an einem solchen Pilzbefall leiden, kann Zedernöl Abhilfe schaffen.

Zedernöl gegen Akne

Zedernöl wirkt stark antibakteriell und entzündungshemmend. Die Kombination dieser beiden Effekte macht das Öl zu einem idealen Mittel gegen Pickel und Akne. Es bekämpft die durch den Pickel auftretende Entzündung und verhindert eine Infektion mit Bakterien. Besonders die im Öl enthaltene Linolsäure wirkt mildernd auf die auftrenden Symptome. 

Zedernöl für die Kopfhaut und gegen Haarausfall

Durch den durchblutungsfördernden Effekt von Zedernöl werden Haarfollikel besser mit Nährstoffen versorgt und gestärkt, wenn man das Öl in die Kopfhaut einmassiert. Mit starken Follikeln ist das Haar besser in der Kopfhaut verankert und kann nicht so schnell ausfallen. Zedernöl ist zwar nicht in der Lage, Haarausfall rückgängig zu machen, es kann bestehenden Haarausfall jedoch verlangsamen bzw. in manchen Fällen sogar aufhalten. 

Zedernöl zur Wundheilung

Zedernöl hat mehrere Eigenschaften die sich sehr positiv auf die Wundheilung auswirken können. Allerdings darf es wegen seiner durchblutungsfördernden Eigenschaften niemals auf noch blutende Wunden gegeben werden, da dies eine Stillung der Blutung unterbinden kann.

Seine antibakterielle Wirkung kann jedoch die Infektion einer Wunde verhindern. Dies führt dazu, dass sich der Körper nicht mehr auf die Abwehr von Bakterien konzentrieren muss und somit mehr Energie für die Wundheilung aufwenden kann.

Zedernöl gegen Husten und Verschleimung der Bronchien

Zedernöl wirkt auswurffördernd und hilft somit hervorragend bei Husten. Husten ist eigentlich nicht anderes als ein vom Körper ausgelöster Reflex, um Fremdkörper, wie zum Beispiel Schleim, aus der Lunge und dem Rachenraum zu entfernen. Zedernöl bewirkt eine Verflüssigung des Schleims in der Lunge, was es Betroffenen erleichtert, ihn auszuhusten. Wenn der Schleim erstmal aus der Lunge entfernt wurde, mildert sich auch der Husten. 

Zedernöl kann die Zirbeldrüse aktivieren

Neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge hat Zedernöl Auswirkungen auf die Aktivität der Zirbeldrüse, die genau an unserem Stammhirn sitzt und dafür verantwortlich ist, unseren Schlafrhythmus zu kontrollieren. Dies macht die Zirbeldrüse über die Ausscheidung vieler verschiedener Hormone, darunter auch Melatonin. Den Wissenschaftlern zufolge soll das Öl dazu in der Lage sein, die Hormonproduktion in der Drüse anzuregen, wenn man an einer Unterfunktion leidet.

Zedernöl gegen Atem- und Harnwegsinfekte

Zedernöl wirkt ganz hervorragend gegen viele Arten von Infektionen, darunter Infektionen unserer Atemwege. Diese können oft sehr schmerzhaft und störend sein. Wegen seiner ausgeprägten antibakteriellen Wirkung kann uns das Öl bei inhalativer Einnahme von einer grossen Anzahl verschiedener Bakterien befreien, die sich in unserem Rachenraum einnisten.

Wenn wir das Öl hingegen oral einnehmen, hilft es gegen eine ganze Reihe von Infektionen in unserem Verdauungstrakt bis hin zu den Ausscheidungsorganen. Harnwegsinfekte zum Beispiel sind meistens äußerst schmerzhaft. Zedernöl liefert eine natürliche Variante um solche Infekte wirksam zu behandeln.

Zedernöl für Hunde, Katzen und Pferde

Unsere lieben Vierbeiner sind wesentlich öfter von Parasiten befallen, als wir Menschen. Flöhe, Läuse oder Milben sind ein altbekanntes Problem das unsere Haustiere manchmal mitbringen. Zedernöl kann sehr gut gegen solchen Parasitenbefall eingesetzt werden. Es wirkt auf die Tiere nicht toxisch wie einige andere ätherischen Öle und durch die im Öl enthaltene Linolsäure werden Parasiten jeglicher Art vertrieben.

Zedernöl hilft auch gegen Zecken, die dafür bekannt sind, Krankheiten zu übertragen und besonders für Fellträger eine ständige Gefahr darstellen. In einer Studie konnte belegt werden, dass Zecken es vermeiden, an Hautstellen zu zuzubeissen, die mit Zedernöl eingerieben worden sind.

Zedernöl für Leber und Nieren

Zedernöl wirkt - wie bereits erwähnt - stark durchblutungsfördernd. Das Öl ist jedoch eines der wenigen ätherischen Öle, das auch die Durchblutung unserer inneren Organe in die Höhe treibt und somit unser ganzes Immunsystem anregt. Von dieser gesteigerten Durchblutung besonders betroffen sind Leber und Nieren. Diese beiden Organe spielen die Hauptrolle wenn es um die Entgiftung unseres Körpers geht und sie sind deshalb natürlicherweise auch einer höheren Toxinbelastung ausgesetzt, als andere Organe. Wegen der höheren Giftbelastung sind diese Organe besonders oft von Krankheiten betroffen. Durch die verstärkte Durchblutung können Leber und Nieren besser arbeiten und Gifte schneller aus unserem Körper ausleiten. Zedernöl wirkt somit vorbeugend auf viele verschiedene Leber und Nierenerkrankungen.

Zedernöl zur Vorbeugung vor Arteriosklerose

Unter Arteriosklerose versteht man die Verstopfung unserer Blutgefäße - ein gesundheitliches Problem mit potenziell tödlichen Folgen. Diese Verstopfungen können von ganz unterschiedlicher Art sein - Blutfette zum Beispiel oder Calciumcarbonat (in diesem Fall spricht man von Arterienverkalkung).

Zedernöl wirkt vorbeugend auf  Arteriosklerose indem es unseren Cholesterinspiegel senkt. Denn ein zu hoher Cholesterinwert ist einer der Hauptgründe für eine Erkrankung an Arteriosklerose.   

Zedernöl gegen Schnupfen

Da Zedernöl stark antibakteriell wirkt, kann es uns auch sehr gut gegen Schnupfen helfen. Das Öl tötet die erkältungsauslösenden Bakterien und hilft uns durch seine schleimlösende Wirkung, unsere Nase zu befreien. Gegen Erkältung empfiehlt es sich Zernöl inhalativ einzunehmen.

Anwendung

Zedernöl ist eines der wenigen ätherischen Öle, die keine Reizwirkung auf unsere Haut ausüben. Sie können das Öl deshalb ruhig pur auftragen. Es empfiehlt sich jedoch eine Salbe mit Zedernöl herzustellen. Geben Sie dafür einfach einige wenige Tropfen zu einer herkömmlichen Feuchtigkeitscreme.

Wenn Sie das Öl inhalativ anwenden möchten, können Sie einfach ein paar Tropfen in kochendes Wasser geben und die entstehenden Dämpfe einatmen.

Sollten Sie Zedernöl als herkömmliches Duftöl verwenden wollen, können Sie es einfach in einem Diffusor oder einer Duftlampe erhitzen.

Für die orale Einnahme empfiehlt es sich das Öl zusammen mit etwas Honig zu sich zu nehmen, da Zedernöl recht bitter schmeckt.

Herstellung von Zedernöl

Zedernöl wird mittels Wasserdampfdestillation aus den Holzspänen des gleichnamigen Baumes gewonnen. Für die Ölgewinnung wird nur das Holz der Atlaszeder sowie der Himalaya Zeder benutzt, da andere Zedernarten nicht die in der Literatur beschriebenen therapeutischen Eigenschaften besitzen.

Inhaltsstoffe im Zedernöl

Zedernöl hat zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe, darunter sehr viele essentielle Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und deshalb mit der Nahrung aufnehmen muss. Die wichtigsten biologisch aktiven Inhaltsstoffe sind:

  • Palmitinsäure 4-6 %
  • Linolsäure 60-75 %
  • Ölsäure 3-5%
  • Stearinsäure 6-9 %
  • Gadoleinsäure 30-40 %

Geschichte

In der Antike war Zedernholz sehr gefragt, da sich das widerstandsfähige und vor allem biegsame Holz sehr gut für den Schiffbau eignet. Im antiken Ägypten verwendete man Zedernöl außerdem zum Imprägnieren von Papyrusrollen, um diese haltbarer zu machen. Wegen seiner konservierenden Wirkung wurde das Öl auch zur Mumifizierung der Toten herangezogen. Darüber hinaus wird Zedernholz auch schon seit Jahrtausenden als Räucherwerk in religiösen Zeremonien verwendet.

Da Zedernholz mit der Zeit rar wurde, führte eine Lizenz zum Fällen der Bäume in der Mitte des 16. Jahrhunderts zu einer ernsten diplomatischen Krise zwischen dem Dogen von Venedig und dem Patriarchen von Konstantinopel.

Botanik

Zedern sind eine Pflanzengattung aus der Gruppe der Kieferngewächse. Die Bäume kommen mit relativ wenig Wasser aus, brauchen für ein gutes Wachstum jedoch sehr viel Sonne. Die Zeder wird bis zu 30 m hoch und stolze 2000 Jahre alt. Das Holz der Zeder ist bekannt für seinen intensiven Duft. Ihr Verbreitungsgebiet hat die Zeder rund um das Mittelmeer und westlich des Himalaya. Der Baum wird wegen seines stabilen Holzes heute vor allem als Baumaterial benutzten.

Weitere verwandte Öle

Anisöl

Anis ist bereits seit dem Altertum eine bekannte Heilpflanze. Heute verwendet man Anis noch sehr oft in bekannten Schnäpsen wie Absinth oder Sambuca als Geschmacksgeber. Aber auch als Heilmittel ist das Anisöl weit verbreitet. Sein Duft ist typisch würzig-scharf 

Johanniskrautöl

Das echte Johanniskraut ist eine Pflanze aus der Gattung der Johanniskräuter. Das Johanniskraut ist bei uns besonders in großen Höhenlagen häufig anzutreffen. Sein Öl hat vielfältige medizinische Anwendungen.

Lavendelöl

Der Lavendel ist eine Pflanze aus der Gattung der Lippblütler, der heute vor allem zur Gewinnung von Aromastoffen dient. Es gibt 3 Arten von Lavendel, aus denen jeweils Lavendelöl unterschiedlicher Qualität gewonnen wird. Echter Lavendel (Lavandula Angustifolia), Speik-Lavendel (Lavandula latifolia) und der Lavandin (Lavandula hybrida).

Orangenöl

Orangenöl wird aus der gemeinen Orange (Citrus × sinensis) gewonnen, einem immergrünen Baum, dessen Verbreitungsgebiet sich mittlerweile über die ganze Welt erstreckt. Man unterscheidet 2 Arten von Orangenöl, das bittere Orangenöl aus Citrus sinensis und das süße Orangenöl aus Citrus aurantium.

Zitronengrasöl

Das Öl des Zitronengrases wird mittels Vakuumdestillation gewonnen. Dafür wird das Zitronengras ausgekocht und der erhaltene Sud unter Vakuum destilliert. Es findet Verwendung im medizinischen und aromatherapeutischen Bereich und ist aufgrund seines intensiven Zitrusduftes und diverser biologisch aktiver Inhaltsstoffe sehr beliebt.